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Kia Rio 1.0 T-GDI  Fahrbericht: Kia Rio 1.0 T-GDI

Versprechen



Kia hat sich längst auf dem EU-Automarkt etabliert. Wie gut die Koreaner unterwegs sind, zeigt die vierte Generation des Kia Rio. Er kommt jetzt Monat auf den Markt - zu Preisen ab 11.690 Euro.

 
Kia Rio 1.0 T-GDI
  
Kia Rio 1.0 T-GDI - Foto: Hersteller Kia Rio 1.0 T-GDI- Foto: Hersteller Kia Rio 1.0 T-GDI- Foto: Hersteller Kia Rio 1.0 T-GDI- Foto: Hersteller Kia Rio 1.0 T-GDI- Foto: Hersteller Kia Rio 1.0 T-GDI- Foto: Hersteller
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Kia Rio 1.0 T-GDI
[+] Solide Fahrleistungen, sicheres Kurvenverhalten, günstiger Verbrauch, ordentliches Raumangebot, solide Verarbeitung, gute Sicherheitsausstattung, bequeme Sitze, sieben Jahre Garantie
[-] Lauter Motor, harte Kunststoffoberflächen, hohe Ladekante, eingeschränkte Sicht nach hinten

Kia hat unverändert einen Lauf. Zusammen mit Konzernmutter Zur Markenseite HyundaiHyundai hat man im vergangenen Jahr acht Millionen Fahrzeuge verkauft - weltweit reicht das zu Platz fünf. In Europa setzte Zur Markenseite KiaKia 435.000 Fahrzeuge ab, 60.000 allein in Deutschland und damit beinahe doppelt so viele wie noch 2010. Die Koreaner versuchen sich mit der neuen Rio-Generation weiter an die europäischen Hersteller heranzurobben, die das B-Segment mit seinen drei Millionen Fahrzeugen pro Jahr lange Zeit nahezu allein unter sich aufteilten.

Was die Verkaufszahlen angeht, wird der neue Kia Rio an den Segmentführern Zur Markenseite VolkswagenVW Polo, Zur Markenseite FordFord Fiesta und Zur Markenseite RenaultRenault Clio nach wie vor kaum vorbeikommen. Dabei hätte das neue Modell allemal die Qualität dazu.

Die Dimensionen des vierten Kia Rio haben sich nur marginal nach oben verändert und so misst er nun 4,07 Meter Länge. Das Design orientiert sich am Vorgänger, wirkt jedoch etwas bodenständiger als bisher. "Wir wollten dem Auto ein geschlechtsneutraleres Aussehen geben", erklärt Artur Martins, Marketingchef von Kia Europe, "dass zum Verkaufsanteil von 52 Prozent Männern und 48 Prozent Frauen passt."

Vorne lässt es sich im Rio selbst für groß gewachsene Personen angenehm sitzen. Im Fond dürfte es bei zwei Personen bleiben oder die etwaigen drei Personen sind von eher schmaler Statur. Sonst sollte man einfach ein oder zwei Klassen höher wechseln.

Während das Platzangebot im Innenraum weitgehend auf dem Niveau des Vorgängers blieb, vergrößerte sich der Laderaum um 37 auf 325 Liter. Mehr bietet in dieser Klasse aktuell kein anderer. Wem das nicht reichen sollte, der knappt einfach die Rücksitze im Verhältnis 1/3 zu 2/3 um und kann auch größere Gegenstände einladen und bis zu 980 Liter nutzen.

Kia Rio 1.0 T-GDI, Fahrbericht
Die Fahrzeugarchitektur selbst ist im Vergleich zum Vorgänger gleichgeblieben
Kia Rio 1.0 T-GDI, Fahrbericht

Das Cockpit des Kia Rio hat gewonnen. Ein paar Knöpfe sind verschwunden, die Mittelkonsole ist nun ganz leicht zum Fahrer hingewandt und über den Touch Screen lassen sich zahlreiche Funktionen von der Navigation bis zu Apple CarPlay vergleichsweise einfach bedienen. Die Oberflächen des Armaturenbretts sind jedoch hart und etwas lieblos in der Ausführung. Das können andere Konkurrenten ebenso besser wie die Öffnung des Handschuhfachs, das einfach nach unten knallt.

Bei der Ausstattung hat der Kleinwagen aus Korea ebenfalls zugelegt. Neben schlüssellosem Zugang und Start des Motors gibt es unter anderem beheizte Sitze und Lenkrad, Regen-Licht-Sensor, Tempomat und Rückfahrkamera. Für Sicherheit sorgen neben den bekannten Sicherheitssystemen nun Notbremsassistent mit Fußgängererkennung und Spurhalteassistent. Ab Ende des Jahres soll ein erweitertes Paket mit Totwinkelassistenz und Fernlichtautomatik verfügbar sein.

"Verglichen mit seinem Vorgänger wurde beim neuen Kia Rio nichts von eben diesem übernommen", erklärt David Labrosse, verantwortlich für die Produktplanung von Kia Europe, "der Sachverhalt, dass die Hyundai-Kia-Gruppe unter anderem auch Stahl produziert, hilft uns, einfacher Zugang zu hochfesten Stählen zu bekommen. So ist es uns auch gelungen, das Fahrzeuggewicht trotz des Größenzuwachses und der Mehrausstattung um 17 Kilogramm zu reduzieren."

Die Fahrzeugarchitektur selbst ist im Vergleich zum Vorgänger gleichgeblieben. So bietet auch der Rio IV Einzelradaufhängungen vorn und eine Torsionslenkerachse hinten - jedoch mit einer völlig neu entwickelten Geometrie. Sein Leergewicht: gut 1,1 Tonnen.

Kia Rio 1.0 T-GDI, Fahrbericht
Seinen geringen Hubraum von einem Liter und die drei Brennkammern kann der Motor nicht verbergen
Kia Rio 1.0 T-GDI, Fahrbericht

Nicht zeitgemäß sind einige Getriebekombinationen des Kia Rio. Mehrere Motoren sind unverändert mit betagten Fünfgang-Handschaltungen und Viergang-Automatikgetrieben unterwegs, die man sonst kaum mehr findet. Immerhin ist der neue 1,0-Liter-Turbo-Dreizylinder in der 120-PS-Variante mit einer Sechsgang-Handschaltung ausgestattet, auf die auch beiden Dieselvarianten zurückgreifen können.

"Wir gehen davon aus, dass der 1.0 T-GDI beliebt sein wird. Die meistverkaufte Variante dürfte wegen des preissensiblen Marktes jedoch der Rio 1.2 MPi sein", sagt Labrosse: "Mittelfristig wird auch der Rio von dem neuen Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe profitieren, über das andere Modelle verfügen."

Wer sich jedoch für den mindestens 11.690 Euro teuren Kia Rio 1.2 entscheidet, möchte nicht mehr als von A nach B kommen. Stimmungsausbrüche darf man von den 84 PS und überschaubaren 122 Nm maximalem Drehmoment des Motors nicht erwarten. Doch mit beidem lässt sich im Alltag leben.

Der kleinere Einliter-Dreizylinder macht Dank Turboaufladung mehr Laune. 100 gegenüber 84 PS und 172 gegenüber 122 sprechen eine deutliche Sprache, auch weil das maximale Drehmoment bereits ab 1.500 U/min und somit aus dem Drehzahlkeller zur Verfügung steht. Das macht sich insbesondere im der Innenstadt bemerkbar, wo der Kia Rio 1.0 T-GDI einfach spontaner und agiler wirkt als der Rio 1.2. Seinen geringen Hubraum von einem Liter und die drei Brennkammern kann der modernere Motor aber nicht verbergen.

Wer öfter auf die Autobahn will, sollte gleich zum 700 Euro teureren 1.0 T-GDI mit 120 PS greifen, der jedoch nur etwas mehr Kraft bietet - dafür aber als einziger Benziner mit der sinnvollen Sechsgang-Handschaltung gekoppelt ist. Die Fahrleistungen liegen mit 188:190 km/h und einem Spurtvermögen von 0 auf Tempo 100 in 10,7/10,2 Sekunden auf Augenhöhe. Die beiden Diesel mit 77 und 90 PS dürften für kaum jemanden lohnen. Schon deshalb nicht, weil die Normverbräuche der Einliter-Benziner zwischen 4,1 und 4,7 Litern Super liegt.

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Fotos: Hersteller Kia Rio 1.0 T-GDI https://goo.gl/sdxlKc
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