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Jaguar XK 4.2 Cabriolet  Fahrbericht: Jaguar XK 4.2 Cabriolet

Wie ein warmer Sommertag



Was würde man alles darum geben, einen warmen Sommertag mit einem offenen Jaguar XK zu verbringen? Schnell, schön und elegant - das ist die britische OpenAir-Versuchung nach dem jüngsten Facelift.

 
Jaguar XK 4.2 Cabriolet
  
Jaguar XK 4.2 Cabriolet - Foto: Hersteller Jaguar XK 4.2 Cabriolet- Foto: Hersteller Jaguar XK 4.2 Cabriolet- Foto: Hersteller Jaguar XK 4.2 Cabriolet- Foto: Hersteller Jaguar XK 4.2 Cabriolet- Foto: Hersteller Jaguar XK 4.2 Cabriolet- Foto: Hersteller
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Jaguar XKR
[+] Ausgewogener Fahrwerk, agiles Handling, umfangreiche Serienausstattung, sehr gut abgestimmte Automatik, viel Platz vorne, deutlich weniger Gewicht als der Vorgänger, sehr verwindungssteif
[-] Sehr bescheidenes Platzangebot im Fond, Bedienelemente im Innenraum

Die Briten machen zum Frühjahr mit einem Doppelschlag auf sich aufmerksam. Neben dem Jaguar XK-Coupé bringen sie zeitgleich bereits die offene Version auf den Markt. Durchaus überraschend - halten die meisten Hersteller ihre Modellpalette doch nach der Salamitaktik jung und die Käufer bei Laune. Jaguar macht es anders. Jaguar steht für Eleganz. Jaguar steht für Exklusivität. Entsprechend ist das neue XK-Cabriolet überaus sehenswert, kann jedoch nicht die klassische Eleganz der geschlossenen Coupéversion verbreiten.

Dafür darf man bei den ersten warmen Sonnenstrahlen den Ausritt ins Grüne genießen. Mit einem Druck auf den roten Starterknopf erwacht der sonor grollende Achtzylinder zum Leben.

Es kann losgehen.

Kein dumpfes Donnern, das die Nachbarn an diesem Morgen an die Fensterbänke holt. Dafür ein fein gestimmtes Wummern, das eine gewisse Leistungsbereitschaft schon nicht verhehlen kann. Der komplett in Leichtbau gefertigte Brite empfängt einen nicht mit einem klaren "Hallo" sondern mit einem freundlichen und bestimmten: "Ich habe Sie bereits erwartet, Sir."

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Nicht wieder zu erkennen
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In der Nacht hat es anscheinend noch geregnet, aber wen stört schon das noch leicht feuchte Stoffdach? Elektrisch gleitet es nach hinten und verschwindet hinter den kaum nutzbaren Fondsitzen. Ein 2+2-Sitzer? Von wegen: Auf dem weichen Leder der zweiten Reihe finden gerade mal zwei Sporttaschen Platz. Der Kofferraum bleibt heute leer. Mit geschlossenem Dach schluckt er 313 Liter, geöffnet bleiben karge 200 Liter übrig.

Das war es aber auch schon mit dem eingeschränkten Alltagsnutzen. Im Gegensatz zum Vorgänger ist der offene Jag im Innern nicht wiederzuerkennen. Elektrische Sitze und Kopfraum passen nun auch für Piloten über 1,85 Meter - leider aber bleiben die Kopfstützen zu kurz. Deutlich verbessert zeigt sich das komplett neu gestaltete Armaturenbrett. Trotz aller Bedienfreundlichkeit: Etwas hochwertiger dürfte es in der 90.000-Euro-Liga dann doch aussehen. Der Ford-Massencharme ist nach wie vor gegenwärtig.

Die Mittelkonsole wird von einem großen Touchscreen-Bildschirm dominiert. Bei Sonneneinstrahlung hat die Bedienung des Bildschirms allerdings so ihre Schwächen. Aber sonst läuft alles sehr ordentlich.

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Perfekte Symbiose
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Nach ein paar Kilometern hat man sich in den kraftvollen Klang des Achtzylinders verliebt. 4,2 Liter Hubraum, knapp 300 PS und 411 Nm Drehmoment bei 4.100 Umdrehungen sorgen für allen erdenklichen Fahrspaß. Die Sechsgangautomatik und der Langhuber haben anscheinend die ganze Kindheit zusammen verbracht – sie verstehen sich prächtig.

Neben dieser perfekten Symbiose sorgt die Leichtbaukarosse zusammen mit dem Fahrwerk für ein exzellentes Bild. Mit knapp 1,7 Tonnen ist man trotz 4,79 Meter Gesamtlänge deutlich leichter als bei der Konkurrenz unterwegs. Die genietete und geklebte Alukomposition hat sich scheins nahtlos mit der Straße verbündet und lässt sich durch nichts aus der Ruhe bringen.

Dem vehementen Tatendrang des V8-Triebwerks wird erst bei 250 km/h Einhalt geboten – automatisch. Wen interessiert bei so einem Ausflug der Verbrauch von versprochenen 11,3 und realen 13 Litern Super auf 100 Kilometern? Ebenso uninteressant ist übrigens das Spurtpotenzial 0 auf 100 km/h in 6,3 Sekunden. Mit heruntergelassenen Seitenscheiben flaniert man mit Christopher Cross aus dem Soundsystem lässig dahin. So wird selbst die Fahrt auf der schlecht asphaltierten Landstraße zu einem Genuss.

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Lebensrettend
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Bei Serien- und Sicherheitsausstattung kann der Jaguar erwartungsgemäß überzeugen. Serienmäßig gibt es unter anderem elektrische Ledersitze, Einparkhilfe, elektronische Feststellbremse, Xenonlicht und DVD-Navigation. Für Sicherheit sorgen neben ESP, ABS und den üblichen Airbags ein Überschlagschutz und eine intelligente Motorhaube, die bei einem Fußgänger-Zusammenprall zum lebensrettenden Trampolin mutiert: Kommt es zu einem Unfall, drückt sich die Motorhaube in Sekundenbruchteilen hoch und federt den Kopf des Passanten beim Aufprall ab. Das minimiert Kopfverletzungen.

Sicherheit, Motorleistung und Exklusivität haben bekanntlich ihren Preis. So steigt man in das Jaguar XK 4.2 Cabriolet erst ab 89.500 Euro ein. Doch was ist schon Geld, wenn man einen derartigen Sommermorgen genießen kann.

Jaguar XK 4.2 Cabriolet
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Fotos: Hersteller

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