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 Genfer Autosalon aktuell  Reportage: Genfer Autosalon aktuell

Fährt die Zukunft Hybrid?



Einmal mehr zeigt uns der Genfer Salon die glitzernd schöne neue Automobilwelt. Brutal beschleunigende Sportwagen, flinke Cityflitzer und abgefahrene Studien. Doch schon steht auf so manchem Stand die noch junge aber bereits reale Konkurrenz zu den Benzin- und Dieselmodelle: die alternativen Antriebskonzepte.

 
 Genfer Autosalon aktuell
  
 Genfer Autosalon aktuell - Foto: Zaumseil  Genfer Autosalon aktuell - Foto: Zaumseil  Genfer Autosalon aktuell - Foto: Zaumseil  Genfer Autosalon aktuell - Foto: Wolff  Genfer Autosalon aktuell - Foto: Wolff  Genfer Autosalon aktuell - Foto: Zaumseil
Wilde Gedankenspiele gab es um die idealer automobile Antriebsart schon immer. Schließlich sind sich auch die Entwickler der Endlichkeit der fossilen Brennstoffe bewusst. Wie lange das Erdöl noch reichen wird? Die Schätzungen liegen zwischen 70 und 100 Jahren. Dann haben Otto- und Dieselmotoren zwangsläufig ausgedient. Der Genfer Salon zeigt besser denn je, was die Autohersteller aktuell oder kurzfristig in der alternativen Pipeline haben, um uns auch in Zukunft mobil zu halten.

Toyota Prius und Honda Insight waren schon in der zweite Hälfte der 90er Jahre die ersten ernst zu nehmenden Serienfahrzeuge mit Alternativantrieb. Die Hybridtechnik, die sie benutzen, ist auf dem Vormarsch. Bleibt abzuwarten, ob sich neue Modelle flächendeckend durchsetzen können. Toyota gilt als einer der Vorreiter und zeigt in Genf mit dem Lexus RX 400h eine Hybridversion des bekannten SUVs RX 300. Gleiches Auto – anderes Antriebskonzept. Nicht zuletzt weil den Asiaten ein kräftiger Dieselmotor fehlt, ist der 400h mit einen 272 PS starken Benzinmotor und zwei Elektroaggregaten unterwegs, die gerade im Stadtverkehr und in unteren Drehzahlbereich die Arbeit übernehmen. Auch verschiedene andere Hersteller basteln an Hybridmodellen.

Keine Zukunftsmusik

Während der Hybridantrieb somit längst schon keine Zukunftsmusik ist sondern "erwachsene" Autos auf unseren Strassen antreibt, hat die Wasserstofftechnik den Sprung in die Serienmodelle noch nicht geschafft. Das ist auch bei DaimlerChrysler so. Doch in den nächsten Jahren sollen von den Stuttgartern neue Modelle wie Mercedes M- und S-Klasse mit Hybridpower kommen.

BMW erprobt ebenfalls seit Jahren engagiert die sauberen Antriebe in den Modellen der letzten beiden 7er Baureihen. Im Modellzyklus des aktuellen 7ers soll noch ein Wasserstoffmodell in Serie gehen. Hier wird das Wasserstoffgas direkt im Motor genutzt, der alternativ auch mit Benzin funktioniert. Einen ähnlichen Weg geht Mazda. Dort laufen Versuche mit dem Wankel-Sportwagen Mazda RX-8. Doch mittelfristig sind dabei wohl keine Serienmodelle zu erwarten.

Deutlich weiter ist man beim GM-Konzern. Der europäische Markt darf sich unter anderem auf ein Hybrid-Modell im Kleid des neuen Astra freuen. Dieser Opel Astra wird von einem 1,7 Liter großen Commonrail-Diesel und zwei Elektromotoren angetrieben. Der Diesel mit Partikelfilter leistet 92 kW/125 PS, die Elektromotoren stellen 30 bzw. 40 kW zur Verfügung. So läuft der Spurt 0 auf 100 km/h in sportwagentauglichen acht Sekunden ab. Der Durchschnittsverbrauch soll ganze vier Liter Diesel auf 100 km betragen.

Visionen

Einen visionären Blick in die Zukunft wagt einmal mehr die Firma Rinspeed. Der Senso wird von einem 250 PS starken Motor aus dem Porsche Boxster angetrieben. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 250 km/h, den Spurt 0 auf 100 km/h erledigt die Schweizer Rakete – gewohnt futuristisch gestylt - in unter sechs Sekunden. Befüllt wird der Rinspeed Senso mit Erdgas. Honda zeigt auf dem Genfer Salon die neueste Variante des bekannten Brennstoffzellenfahrzeugs FCX. Als erstes Fahrzeug wurde der Honda FCX in den USA für den regelmäßigen gewerblichen Einsatz zugelassen. Die Brennstoffzelle arbeitet selbst bei Temperaturen unter null Grad Celsius und ist bereits im Kundeneinsatz.

Doch was wird aus Benzin- und Dieselmotoren? Der Markt tut sich insbesondere bei den Benzindirekteinspritzern schwer. Die Kosten sind hoch und die Ersparnis hält sich zumeist in Grenzen. Die Dieselmotoren scheinen noch nicht ausgereizt. Doch derzeit fahren viele neue Dieselmotoren insbesondere die Powerwelle. Mercedes zeigt mit sehr realen Studien wie dem SLK 320 CDI oder dem beeindruckend kraftvollen SL 400 CDI wohin die Reise geht. Akzeptable Verbräuche und bärenstarke Motoren in jeder Leistungsklasse. Das Zauberwort heißt Drehmoment.

 Text: Stefan Grundhoff Eine eMail an Stefan Grundhoff schickenStand: 01.03.2005
 Fotos: Zaumseil Auf Artikel linken
  
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