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Studien auf dem Genfer Autosalon  Hintergrund: Studien in Genf 2014

In der Kristallkugel



Auf dem Genfer Autosalon zeigen Mercedes-Benz, Volkswagen, BMW und Co., wohin die Reise geht. Viele der Studien geben schon einen realistischen Ausblick auf künftige Modelle und Designelemente.

 
 Studien in Genf 2014
  
 Studien in Genf 2014  - Foto: Wolff  Studien in Genf 2014 - Foto: Wolff  Studien in Genf 2014 - Foto: Wolff  Studien in Genf 2014 - Foto: Wolff  Studien in Genf 2014 - Foto: Gomoll  Studien in Genf 2014 - Foto: Gomoll

Frühlingszeit, Automobil-Studienzeit. Vor allem in Jahren, in denen keine IAA stattfindet, zeigen die Autobauer auf dem Genfer Autosalon, wie das Design in Zukunft ausschaut und über welche Modelle man nachdenkt. Schließlich sind die Konzeptfahrzeuge auch oft Test-Ballons, die helfen sollen, den Geschmack der Kunden zu eruieren.

Bei VW sind SUV in letzter Zeit immer wieder ein Thema. Nach dem Fünf-Meter-Schiff CrossBlue nimmt der Wolfsburger Autobauer das Kleinwagen-Segment ins Visier: Der Volkswagen T-Roc reiht sich mit seiner Länge von 4,18 Meter genau zwischen dem Taigun (3,86 Meter lang) und dem 4,43 Meter langen Tiguan ein - würde also damit das Polo-SUV-Segment besetzen. Doch der T-Roc ist kein Schönwetter Kraxler. Der Allradantrieb macht den VW-SUV sogar geländetauglich und der 184-PS-Diesel verleiht dem Mini-Tiguan ordentlich Vortrieb. Passend dazu ist der Kühlergrill ist noch markanter geworden und mit LED-Leuchten versehen.

Diesen Trend greift auch Škoda auf und präsentiert die Coupé-Studie Škoda VisionC. Škoda und ein viertüriges Coupé? Das wäre vor wenigen Jahren noch undenkbar gewesen. Doch mit dem forscheren Design geht auch eine Neuausrichtung der VW-Tochter einher: Der tschechische Autobauer soll der Konzernmutter den Rücken gegen den Ansturm von Hyundai und Kia und andere aufstrebende Importeure freihalten. Die Qualität stimmt. Aber mit dem bisweilen etwas biederen Design wird es auf Dauer schwer, den Ansturm aus Fernost abzuwehren.

In welche Richtung sich die Škoda-Optik entwickeln wird, ist auf dem Genfer Autosalon zu sehen. Das Konzeptfahrzeug verfolgt die klassischen Coupé-Merkmale: Ganz wichtig ist die stark abfallende Dachlinie, dazu kommen große Räder und schmale Scheinwerfer. So emotional hat man einen Škoda selten gesehen. Die Wahrscheinlichkeit, dass aus dem VisionC das Škoda Octavia Coupé wird, ist alles andere als gering. Ein solcher Sportler, von dem es auch eine RS-Version geben wird, würde das neue, dynamischere Produktportfolio abrunden.

Hyundai kontert mit dem PassoCorto, was auf Italienisch kurzer Radstand bedeutet. Der beträgt übrigens 2,45 Meter. Dass der 4,10 Meter lange Zweisitzer einen italienischen Namen trägt, ist kein Zufall. Das Konzept-Auto ist das Ergebnis einer Kooperation von Hyundais europäischem Design Center und Studenten des "Instituto Europeo di Design" in Turin. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Als Antriebsquelle dient ein 1,6 Liter großer Turbomotor mit rund 268 PS.

Studien auf dem Genfer Autosalon, Hintergrund
Einen echten Hingucker hat Audi mit dem Audi TT Quattro Sport Concept aus dem Hut gezaubert
Studien auf dem Genfer Autosalon, Hintergrund

Die SUV-Fans werden mit dem Hyundai Intrado Concept versöhnt. Bei diesem Konzept-Fahrzeug beweisen die Koreaner Leichtbau-Kompetenz und kombinieren diese mit einer Brennstoffzelle. Eine 36 kW-Batterie verhilft dem SUV zu einer Reichweite von über 500 Kilometern. Mazda geht weiter seinen Weg und lässt mit dem Konzept-Auto Hazumi den zukünftigen Mazda2 erahnen.

Einen echten Hingucker hat Audi aus dem Hut gezaubert. Der Audi TT Quattro Sport Concept stiehlt dem ebenfalls neu vorgestellten Serienfahrzeug die Show. Kein Wunder bei 420 PS, die aus einem Zweiliter-TFSI-Motor mit 1,8 bar Ladedruck kommen. Das ist eine echte Kampfansage an die Vierzylinder-Konkurrenz. Bei der ganzen Power wiegt die Quattro-Granate nur 1.344 Kilogramm. "Dieses Auto zielt auf den Einsatz auf der Piste ab - eine extreme Fahrmaschine für unsere Motorsport-begeisterten Kunden", erklärt es Audi-Technikvorstand Ulrich Hackenberg.

Heftig begutachtet wird auch die Studie Mini Clubman, die schon einen sehr realen Ausblick auf den nächsten Clubman gibt, der rund 26 Zentimeter länger sein wird. Der koreanische Autobauer Ssangyong hat den Diesel-Hybrid-Kompakt-SUV XLV Concept im Gepäck. Der Name ist ambitioniert: XLV - steht für eXciting smart Lifestyle Vehicle.

Subaru hat das Crossover-Konzept Viziv 2 Concept enthüllt. Mit der dritten Generation dieser futuristisch auftretenden Automobil-Studien-Reihe geben die Japaner einen Ausblick auf das Design zukünftiger Modelle. Auch dieser Viziv (Vision for Innovation) hat Allradantrieb und einen Boxermotor mit Hybrid-Elektrifizierung. Der japanische Konkurrent und SUV-Experte Mitsubishi hat gleich drei Studien nach Genf gebracht, die mittlerweile auch mit technischen Daten versehen sind. Alle drei haben einen elektrifizierten Antriebsstrang.

Das Konzeptfahrzeug Citroen C4 Cactus Aventure ähnelt mit seiner seitlichen Beplankung einem wasserdichten Outdoor-Handy. Lexus hatte die Crossover-Studie LF-NX bereits in Tokio präsentiert, jetzt hat sie Europa erreicht. Ebenfalls seine Europa-Premiere feiert der Kia GT4 Stinger. Der Zweipluszwei-Sitzer hat 315 PS und Heckantrieb. Volvo zieht mit und zieht in Genf das Tuch von der Studie Estate Concept. Der zweitürige Kombi gibt einen Ausblick auf die Formensprache des kommenden Volvo V90. In der Mittelkonsole befindet sich ein tabletartiger-Touchscreen - Tesla lässt grüßen.

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Fotos: Gomoll
Ort: Genf

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