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Unser Autor: Hans Bast

Hintergrund  Hintergrund: Das kommt 2011

Blick nach vorn



2011 wird Autogeschichte geschrieben. Nicht nur wegen vieler neuer Modelle mit Kultpotenzial wie Golf Cabrio oder Ferrari 458 Spider. Sondern auch, weil die ersten E-Autos massentauglich werden.

 
 Das kommt 2011
  
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Bei Audi beginnt das Jahr besonders sportlich. Mit dem Audi RS3 Sportback mischen die Ingolstädter die Kompaktklasse auf. Mit seinen 340 PS ist der RS3 einer der stärksten je in Großserie gebauten Kompakten. Die neue Topversion des A3 gibt es mit Siebengang S-tronic, Quattro-Antrieb und 19-Zoll-Räder.

Der Dauerrivale aus München liegt aber schon auf der der Lauer und kontert den RS3 im Mai mit dem gleichstarken BMW 1er M-Coupe. Das kann mit Overboost-Funktion kurzfristig bis zu 500 Newtonmetern Drehmoment an die Hinterräder übertragen und hat serienmäßig eine variable Differenzialsperre, Compound-Bremsen und ein besonders sportliches Fahrstabilitätsprogramm an Bord. Kompakte Maße, üppiger Preis: Beide Autos kosten den Sportfreund etwa 50.000 Euro.

Etwas zahmer ist der neue "normale" 1er BMW, der zunächst nur als Fünftürer präsentiert wird. Ende des Jahres feiert zudem noch der neue 3er BMW seine Weltpremiere. Neben dem neuen Ford Focus wird er eines der wichtigsten Volumenmodelle des neuen Jahres sein. Sein Hauptkonkurrent VW Golf bekommt in 2011 eine neue Cabrioversion. Neu vorgestellt wird auch der neue VW Beetle, etwas maskuliner und dynamischer als bisher.

Zu diesen beiden Kampfhähnen gesellt sich, ebenfalls bereits im Frühjahr der neue Lexus CT 200h mit ganz anderen Tugenden. Der erste Kompakte von Lexus basiert auf der Plattform des Toyota Auris und hat die Hybrid-Technik des Prius an Bord. Ein 1,8-Liter-Vierzylinder-Benziner arbeitet mit einem 82-PS-Elektromotor zusammen. Gemeinsam sind sie für eine Systemleistung von ca. 132 PS gut. Beim Spritsparen helfen vier einstellbare Fahrmodi und ein Startstopp-System.

Deutlich sportlicher dürfte der neue Opel Astra GTC als Coupéversion der Astra-Limousine unterwegs sein. Er wird auf dem Genfer Salon gezeigt.

Aus Köln kommen moderatere Töne. Ford bringt mit der dritten Generation seines Focus mit Motoren zwischen 95 bis 182 PS eines der wichtigsten Autos 2011 auf den Markt. Die Topmotorisierung verfügt ebenfalls über eine Overboost-Funktion, die den Familienklassiker auf maximal 220 km/h beschleunigen kann. Der 250-PS-Motor ist allein dem Focus ST vorbehalten. Jeden neuen Focus gibt es optional mit Einpark-Assistent, Spurhalte-Warner, Fernlicht-Assistent, einem Verkehrsschild-Erkennungssystem, dem Müdigkeitswarner und einem Toter-Winkel-Assistent.

Im März startet auch der neu Toyota Verso-S mit einem 1,33-Liter-Ottomotor und 99 PS. Der Kunde kann wählen zwischen dem Sechsgang-Schaltgetriebe oder einem stufenlosen Multidrive-S-Getriebe. Optional ist eine Startstopp-Automatik erhältlich. Der 1,4-Liter-Diesel leistet 90 PS und ist mit einem automatisierten Schaltgetriebe erhältlich.

Ab April kann der Kunde sich auch über einen überarbeiteten Honda Jazz freuen. Das Facelift wartet mit neu gestalteten Stoßfängern, veränderter Radaufhängung und modifizierten Scheinwerfern auf. Wer den Jazz Hybrid wählt, muss auf das 30 Liter fassende Zusatzfach unter dem Gepäckraumboden verzichten. Dafür verbraucht der Jazz Hybrid auch nur 4,4 Liter auf 100 km/h.

Ebenfalls im Frühjahr schickt Chevrolet seine Kompaktvan Orlando gegen Touran und Co. ins Rennen. Angetrieben wird der Orlando von dem aus dem Cruze bekannten 1,8-Liter-Ottomotor mit 141 PS. Für die Freunde des Selbstzünders gibt es noch Diesel mit 130 und 163 PS. Der Preis soll bei unter 19.000 Euro liegen.

Nissan beschreitet dagegen einen anderen Weg und offeriert ab Februar mit seinen Leaf ein batteriebetriebenes Elektrofahrzeug. Der Elektromotor des Leaf leistet mit 109 PS und die Batterie reicht 160 Kilometer weit. An einer normalen Steckdose benötigt die Batterie acht Stunden zum aufgeladen. Im Schnelllademodus kann man die Batterie auch in 30 Minuten zu 80 Prozent gefüllt werden. Der Preis: rund 25.000 Euro.

Im November kommt dann auch der Volt nach Deutschland. Der Chevrolet Volt benutzt den Verbrennungsmotor zur Reichweiten-Verlängerung und kommt so auf stattliche 500 Kilometer. Die Spitzengeschwindigkeit liegt bei 161 km/h. Für einen Volt wird der Kunde über 30.000 Euro hinblättern müssen.

Neues gibt es auch von der deutschen GM-Tochter zu berichten. Im Januar rollt der geliftete Opel Corsa in die Autohäuser. Der ersten neuen Corsa nach Lena gibt es mit Motoren von 70 bis 192 PS. Den 95 PS starke 1.3 CDTI ecoFLEX hat ein Startstopp-System. So ausgerüstet soll der Corsa im günstigsten Fall nur noch 3,5 Liter verbrauchen. Im Sommer kann sich der Opelfreund noch auf die dritte Generation des Zafira freuen. Der neue ist nicht nur deutlich länger als der Vorgänger, sondern er überragt mit seinen 4,70 Metern auch die meisten Konkurrenzfahrzeuge. Im Innenraum will Opel mit viel Platz und hoher Flexibilität punkten.

Volkswagen bringt im April nun auch in Europa seinen neuen Jetta auf den Markt. Das in den USA sehr beliebte Modell fristet in Deutschland nur ein Schattendasein. Damit soll jetzt Schluss sein - so die Absicht der VW-Oberen. Ein eigenständigeres Design, ein Längenzuwachs von fast zehn Zentimetern und ein Einstiegspreis von 20.900 Euro sollen es bringen. Der Kunde kann zwischen vier TSI-Motoren und ebenfalls vier Turbodieseln wählen. Alle Motoren bis auf den 105-PS-Benziner können optional mit einem DSG-Doppelkupplungsgetriebe kombiniert werden.

Neuheiten in der Kleinwagenklasse sind relativ rar. Im Frühjahr kommt noch der Chevrolet Aveo. Der ist eigentlich ein alter Bekannter. Er begann seine Karriere als Daewoo Kalos, wurde 2005 zum Chevrolet Kalos und geht jetzt als Chevrolet Aveo neu an Start.

Und noch ein anderer Wechselbalg kommt endlich auf die Straße: VW bringt seinen Kleinwagen Up auf den Markt. Im Juni soll es dann so weit sein. Zu einem Einstiegspreis von 9.000 Euro kommt der 1,2-Liter-Benziner mit 60 PS in die Autohäuser. Mehr PS bietet der 85 PS starke 1.2 TSI, den es auch mit Siebengang-DSG gibt. Auch Dieselmotoren, Elektroantrieb und eine fünftürige Version sind in Arbeit.

Man mag auch das kaum glauben - aber er soll wirklich gebaut: der Aston Martin Cygnet. Der kleine Schwan basiert auf dem Toyota iQ und wird mit den markentypischen Designelementen von Aston Martin verfeinert. Das exklusive Fahrerlebnis kostet dann 34.000 Euro.

Für dasselbe Geld findet man schon in der Mittelklasse etwas zum Einsteigen. Einen neuen Versuch startet Kia mit seinem Optima. Der neue Kia soll den glücklosen Magentis ersetzen. Der Optima ist geringfügig größer als sein Vorgänger, wirkt aber wegen des niedrigen Fahrwerks und der verbesserten Aerodynamik deutlich sportlicher. Im Optima werden ein 2,0-Liter-Benziner oder ein 1,7-Liter-Turbodiesel für den nötigen Vortrieb sorgen. Leistungsdaten und Verbräuche will Kia noch nachreichen. Noch 2011 will Kia auch einen Optima Hybrid einführen – erst einmal in den USA. Wann der Optima Hybrid dann nach Deutschland kommt, ist noch nicht bekannt.

Fest steht allerdings schon der Zeitplan von Audi in der Mittelklasse. Schicker und leichter als das aktuelle Modell erscheint im März der neue Audi A6 und A6 Avant. Auf den ersten Blick wirkt der Neue wie ein etwas klein geratener A8. Die Motorenpalette reicht vom 1.8 TFSI bis zum V8-Biturbo. Technik und das Cockpit stammen vom A7. Der S6 und A6 Hybrid sollen noch später im selben Jahr starten.

Mit einem ebenfalls neu entwickelten Mittelklassenmodell kommt Peugeot im Mai auf den Markt. Etwas verwirrend: Der neue Peugeot 508 soll die bisherigen 407 und 607 ersetzten. Sechs verschieden Motoren mit bis zu 204 PS werden den 508 antreiben. Mit einem e-HDI genannten Startstopp-System, in Verbindung mit dem 1.6 HDi FAP Dieselmotor, hält auch diese Technik bei den Franzosen Einzug. Der Verbrauch wird damit auf 4,4 Litern auf 100 Kilometer gesenkt werden können. Der Basispreis soll bei 22.000 Euro liegen.

Umgewöhnen müssen wird man sich 2011 vor allem auch bei einem Klassiker aus Italien: Lancia. Nachdem sich Fiat mit dem Erwerb von Chrysler in den amerikanischen Markt eingekauft hat, werden die neuen Chrysler-Modelle in Europa unter dem Lancia-Label segeln. Zum Beispiel der Chrysler 300C. Die bislang wuchtig und maskulin gezeichnete US-Limousine bekommt weichere Formen und einen Lancia-typischen Kühlergrill in Wappenform.

Weniger Verbrauchs-, dafür aber mehr Leistungsoptimierung hat BMW seinen Ingenieuren für den BMW M5 ins Pflichtenheft geschrieben. Der M5 kommt im September mit 580 PS auf den Markt und ist bis zu 300 km/h schnell. Der Verbrauch liegt bei ca. 11 Litern auf 100 Kilometern.

Etwas mehr Wert aufs Äußere legt man hingegen bei Citroën. Der Erfolg des Citroën DS3 in seinem Heimatland gibt den Franzosen Recht. Dort hat der DS3 bei den Verkaufszahlen sogar den Mini geschlagen. Deshalb sollen die Lifestyle-Varianten der einzelnen Baureihen zunehmend von eigenständigen DS-Modellen übernommen werden. Im Frühjahr 2011 folgen der DS4 und im Herbst noch der DS5. Der DS5 wird dann auch Citroëns erstes Hybridmodell sein.

Im März startet aber zuerst die Sportversion des kleinsten DS, der Citroën DS3 Racing. Der kommt mit kontrastreichen Farben und 207 PS auf die Straße. Damit sprintet er in 6,5 Sekunden auf 100 km/h - die Höchstgeschwindigkeit beträgt 235 km/h. Der Verbrauch soll bei 6.4 Litern Super liegen. Das fast vollausgestattete Fahrzeug wird 29.900 Euro kosten.

Ein rundes Programm hat sich Mercedes-Benz für 2011 vorgenommen. Im Januar ist die Markteinführung des Mercedes-Benz CLS. Das Viertürige Coupé gibt es mit zwei Motoren: einem Turbodiesel mit 265 PS und einem Benziner mit 306 PS. Ab März ergänzt ein neuer Vierzylinder-Dieselmotor mit 204 PS die Motorenpalette. Der Verbrauch des Kleinsten soll im Durchschnitt bei 5,1 Litern liegen. Serienmäßig ist ein Startstopp-System und eine Sieben-Gang-Automatik eingebaut. Der Einstiegspreis liegt bei 59.857 Euro.

Im Mai kommt dann die überarbeitete C-Klasse auf den Markt. Mit dem Facelift wird eine größere optische Nähe zur aktuellen E-Klasse geschaffen. Im Cockpit wandert das Navigationssystem in die Mittelkonsole und erstmals sind einige der neuen Fahrassistenzsysteme, die bislang E- und S-Klasse vorbehalten waren, auch in dieser Modellreihe erhältlich. Ab Mai soll dann der Mercedes-Benz E 300 Bluetec Hybrid zu kaufen sein. Dessen komplette Hybridtechnologie ist zusammen mit der Lithium-Ionen-Batterie im Motorraum untergebracht. Auch hier kommt der neue Vierzylinder-Diesel mit 204 PS aus dem CLS zum Einsatz. Kombiniert wird der Selbstzünder mit einem Elektromotor der 15 Kilowatt leistet. Zusammen ergibt das eine Systemleistung von 224 PS und einem durchschnittlichen Verbrauch 4,1 Liter pro 100 Kilometer.

Sehr vernünftig geht das Jahr für die Stuttgarter dann zu Ende. Mercedes präsentiert seine neue B-Klasse auf der IAA in Frankfurt. Kurz vorher gibt es noch die neuen Modelle SLK und ML.

Ebenfalls zur der IAA wird Porsche seinen neuen 911 Carrera präsentieren. Bis dahin werden die Zuffenhausener ihr Erfolgsmodell nicht komplett umkrempeln. Eher sind zarte Retuschen an der Karosserie und ein moderaten Leistungszuwachs bei den Motoren zu erwarten. Das S-Modell wird die 400-PS-Grenze knacken. Natürlich gibt es den 911er auch mit Startstopp-System.

Schon im Februar kommt der Porsche Cayman R. Gegenüber dem Caymann S ist er nochmals leichter und stärker. Der Motor leistet dann 330 PS. Damit sprintet der Cayman R in 4,9 Sekunden auf 100 km/h. Bei 280 km/h ist mit der Beschleunigung Schluss. Verbrauchen soll dieser Porsche mit Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe 9,3 Liter und kosten soll er 69.800 Euro.

Nicht ganz so sportlich präsentiert sich Hyundai. Der neue Veloster ist ein Sportcoupe auf Basis des i30. Es soll ihn mit einem 109-PS und einem 143-PS-Motor geben. Der Markteinführungspreis dürfte bei sportlichen 18.000 Euro liegen.

Mit Spannung erwartet wird der Start des edlen Mercedes SLS Roadster im Juni. Die Preise dafür wurden noch nicht bekannt. Man munkelt aber, sie würden so bei 200.000 Euro liegen.

Schon im März bringt BMW sein neues 6er Cabrio auf den Markt. Der offene Bayer ist mit einem automatischen Stoffverdeck ausgestattet, das sich in 19 Sekunden auf Knopfdruck öffnet. Für das Öffnen und Schließen des muss nicht extra angehalten werden: Beides ist bis zu einer Geschwindigkeit von 40 km/h während der Fahrt möglich. Das 6er Cabrio gibt es mit zwei Motoren. Der 4,4 Liter große Achtzylinder leistet 407 PS, der Sechszylinder immer noch 320 PS. Serienmäßig ist eine Achtgang-Sport-Automatik und ein Startstopp-System.

Land Rover kommt bereits im Februar mit dem neuen Freelander 2WD: der erste Land Rover mit nur einer angetrieben Achse. Dafür ist er dann mit 28.000 Euro fast 2000 Euro günstiger als die allradangetrieben Variante. Im Spätsommer startet der Range Rover Evoque zu einem Einstiegspreis von 35.00 Euro. Den kleinsten Range Rover aller Zeiten wird es als Drei- und als Fünftürer und auch mit reinem Vorderantrieb geben.

Für die Fans sportlicher Limousinen wird es im Herbst nochmal spannend: Im Oktober nimmt der neue Audi S7 die Verfolgung auf. Wie viel PS der haben wird, war noch nicht zu erfahren. Mehr als 400 PS sollten es jedoch sein.

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