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Bläschenbildung



Der Bubble sieht aus wie eine Offroad-Variante des Smart, kommt aus China und will nach mehreren erfolglosen Anläufen endlich Europa erobern – sogar als Elektroflitzer für weniger als 20.000 Euro.

 
 Martin Motors Bubble
  
 Martin Motors Bubble  - Foto: Hersteller  Martin Motors Bubble - Foto: Hersteller  Martin Motors Bubble - Foto: Hersteller  Martin Motors Bubble - Foto: Hersteller  Martin Motors Bubble - Foto: Viehmann  Martin Motors Bubble - Foto: Viehmann

Viviana Martinelli setzt ihr schönstes Lächeln auf. "Wir haben für den Bubble schon 40 Showrooms und 250 Service-Stellen", sagt die Sprecherin des italienischen Auto-Importeurs Martin Motors. Der Kleinstwagen Bubble soll nach Italien ganz Europa erobern und könnte sogar nach Deutschland kommen: "Wenn wir einen interessierten Partner finden – warum nicht", sagt Martinelli. "Wir hoffen außerdem, dass wir ab März 2011 auch die Elektroversion des Autos in Italien verkaufen und den Preis dabei unterhalb von 20.000 Euro halten können", stellt Martinelli in Aussicht.

Hinter dem Bubble verbirgt sich die aktuelle Version des chinesischen Kleinstwagens Shuanghuan Noble, der als Smart-Kopie weltweite Berühmtheit erlangte. Von seinem Vorbild distanziert er sich nun durch ein Reserverad am Heck und eine Dachreling, so dass der Bubble aussieht wie das kleinste SUV aller Zeiten. "Wir sind kreativ, wir wollen ja keine Kopie verkaufen", sagt Viviana Martinelli. Der Rechtsstreit mit Daimler wurde vor einigen Monaten beigelegt, es gibt grünes Licht für den Verkauf in Europa.

Technisch hat der chinesische Zweitürer mit dem Smart ohnehin nichts gemein. Der Motor sitzt vorn und nicht hinten, der Wagen hat vier statt zwei Sitzplätze – im Fond fühlt man sich allerdings wie eine Sardine – und eine Handschaltung. Das Cockpit ist zweckmäßig, aber mit billigen Kunststoffen vollgepflastert. "Wir arbeiten an einem neuen Interieur und auch an einem automatisierten Schaltgetriebe", sagt Viviana Martinelli.

Angetrieben wird der Bubble von einem 1,1 Liter großen Vierzylinder-Benzinmotor mit 68 PS. Der Wagen erreicht Tempo 160, Angaben zum Verbrauch macht Martin Motors nicht. Die Sicherheitsausstattung beschränkt sich auf zwei Airbags, ABS und Bremskraftverstärker. Das Basismodell kostet in Italien 9960 Euro, die Top-Version bringt es auf 11.400 Euro. Es gibt sogar schon eine aufgemotzte Variante, die vom Tuner Sparco eingekleidet wurde.

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Klauen wie die Raben
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Die Elektroversion des Noble war auf der Peking Motor Show bereits zu sehen. Laut Datenblatt verfügt der 3,01 Meter lange Stromer über einen 10 kW starken Elektromotor und wahlweise über Blei- oder Lithium-Eisen-Phosphat-Batterien. In den USA bietet ein Unternehmen den elektrischen Noble unter dem Namen Wheego Whip LiFe mit einer Reichweite von 160 Kilometern an. Der Preis liegt nach Abzug der staatlichen Stromer-Förderung von 7500 US-Dollar bei umgerechnet knapp 20.000 Euro.

Der Shuanghuan Noble ist längst ein Symbol geworden für das ambivalente Verhältnis der westlichen Autoindustrie zur chinesischen. Alle Hersteller wollen im Reich der Mitte natürlich den großen Reibach machen, schließlich lockt nach den ermatteten Märkten Europas ein schier unerschöpfliches Neukunden-Potenzial. Die Chinesen lassen Daimler, BMW und Co. aus eigenem Interesse gewähren.

Doch wer vor Ort produzieren und damit unter anderem hohe Luxussteuern umgehen will, muss ein Joint-Venture mit einheimischen Partnern eingehen. So gelangen die Chinesen an moderne Technik und die westlichen Autobauer an ihre Absatzmärkte. Zudem werden diverse westliche Modelle in China in Lizenz gebaut, meist werden dafür alte Plattformen zweitverwertet. Da akzeptieren die Gäste schon einmal zähneknirschend, dass manche chinesischen Automarken beim eigenen Design immer noch klauen wie die Raben. Wohl deshalb bleibt das Gerangel um die Shuanghuan-Modelle Noble oder den CEO – von hinten eine Kopie des BMW X5 – die Ausnahme.

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Niedrigste Wertung
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Die chinesische Autoindustrie wird selbstbewusster, viele Produkte verbessern sich stetig. Davon kann man sich alljährlich bei Automessen in China überzeugen. Das gilt allerdings nur bedingt für die Sicherheit. Beim jüngsten Euro NCAP-Crashtest beispielsweise fiel der Landwind CV9 im Vergleich zur Konkurrenz durch, weil Seitenairbags und ESP fehlen. Bei der Insassensicherheit verfehlte der CV9 knapp den dritten von fünf möglichen Punkten. Im Bubble möchte man bei einem Unfall eher nicht sitzen.

Auf seiner Webseite zeigt der Hersteller selbst Videoaufzeichnungen eines einheimischen Noble-Crashtests. Beim Frontalaufprall auf eine fest stehende Barriere scheint die Fahrgastzelle weitgehend intakt zu bleiben, allerdings reißt es den Fahrersitz offenbar aus der Verankerung. Beim Seitencrash wird die Tür massiv eingedrückt. Verwertbare Angaben zu den Testergebnissen macht der Hersteller nicht. Auf dem Nachrichtenportal China.org allerdings ist zu lesen, der Noble habe "die niedrigste Wertung erhalten, die je ein Fahrzeug in einem chinesischen Crashtest erhalten hat". Wie sich die aktuelle Version des smarten Bubble im strengen, aber nicht verpflichtenden Euro NCAP-Crashtest schlagen würde, wird man so schnell nicht erfahren. "Dieser Test ist für uns einfach zu teuer", sagt Viviana Martinelli.

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Text:  Eine eMail an Sebastian Viehmann schicken Auf Artikel linken
Fotos: Viehmann

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