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Unser Autor: Hans Bast

Hintergrund  Hintergrund: Fiat 500 EV

Kleine Brötchen



Noch in diesem Jahr will Chrysler die Produktion des Retromodells Fiat 500 für den amerikanischen Markt aufnehmen. Und im Jahr 2012 wird der kleine Italiener dann auf Wunsch rein elektrisch fahren.

 
 Fiat 500 EV
  
 Fiat 500 EV  - Foto: Hersteller  Fiat 500 EV - Foto: Hersteller  Fiat 500 EV - Foto: Hersteller  Fiat 500 EV - Foto: Viehmann  Fiat 500 EV - Foto: Hersteller  Fiat 500 EV - Foto: Hersteller

Die Kult-Kugel rollt: Noch im laufenden Jahr will der Fiat-Chrysler-Konzern den in Europa erfolgreichen 500 auch auf den US-Markt bringen. Aber mit dem italienischen Erfolgsmodell will man nicht nur den Einstieg in das verbrauchsgünstige Kleinstwagensegment schaffen. Bei Chrysler blickt man weiter in die Zukunft und sieht in dem italienischen Leichtgewicht den idealen Technologieträger für seine neu zu entwickelnden Elektroantriebe.

Entsprechend hatten Fiat und Chrysler auf der Detroit Motorshow den Prototypen eines elektrisch angetriebenen "Cinquecento" präsentiert. Der Fiat 500 EV soll 2012 auf den Markt kommen. Statt des normalen Verbenners unter der Haube bekommt der Fiat 500 EV einen Elektromotor und eine Lithium-Ionen-Batterie.

"Der Fiat 500 eignet sich durch seine kleine und leichte Plattform optimal zur Integration eines Elektroantriebes", sagt Entwicklungschef Scott Kunselman. Über Preise und Ausstattung war noch nichts zu erfahren. Man wolle sich aber "an vergleichbaren Elektroautos" orientieren, heißt es bei Chrysler.

Denn langsam aber sicher wächst das Stromer-Angebot in den USA. Die Elektroauto-Initiative Plug-In America hat ermittelt, dass im Jahr 2010 sieben batterieelektrische PKW, vier Plug-In-Hybride, vier dreirädrige Stromer, sieben Elektro-Motorräder sowie neun elektrische Nutzfahrzeuge auf den Markt kommen oder bereits zu haben sind. Dazu kommen zahlreiche Unternehmen, die die Umrüstung von konventionellen Fahrzeugen auf Batteriebetrieb anbieten.

Bei Chrysler will man nicht bei den Kleinwagen stehen bleiben und plant längst für größere Fahrzeugklassen. In Auburn Hills hält man daran fest, den Dodge Ram zu elektrifizieren. Die Amerikaner erhoffen sich davon neuen Schub für ihre Dickschiffe. Schließlich hatten die beliebten Pickups im vergangenen Jahr überproportional Federn lassen müssen und waren teilweise nur mit kräftigen Abschlägen von bis zu 50 % verkäuflich gewesen.

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Millionen aus dem Fördertopf
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Die Kombination Pickup und Elektroantrieb hat Konkurrent Ford schon einmal versucht - mit dem Ranger EV. Das Fahrzeug teilte allerdings das Schicksal des Elektro-Flitzers EV 1 von General Motors: Es wurde eingestellt. Nur wenige Elektro-Ranger sind erhalten geblieben.

Jetzt gab Chrysler bekannt, aus dem 2,4 Milliarden Dollar schweren Fördertopf des Energieministeriums 48 Millionen Dollar für die Entwicklung und den Betrieb einer 140 Fahrzeuge umfassende Testflotte von Dodge Ram Plug-in-Hybrids (PHEV) zugesprochen bekommen zu haben.

Die Pickups sollen über einen Zeitraum von drei Jahren in den verschieden klimatischen Regionen der USA erprobt werden. Angetrieben wird der Truck standesgemäß von einem 5,7-Liter-V8-Motor. Zusätzlich sind ein Elektromotor und eine 12 Kw/h Lithium-Ionen-Batterie an Bord. Der Akku reicht im rein elektrischen Betrieb rund 32 Kilometer weit. Über alle Betriebsarten hinweg soll der gemittelte Benzinverbrauch so um 65 % gesenkt werden.

Die ursprünglich für 2011 geplante Einführung eines rein elektrischen Pickups ist damit erstmal vom Tisch. Dafür kommt dann ja der Fiat 500 EV. "Inoffiziell" gibt es den Retro-Wagen übrigens schon längst als Stromer in Europa, und zwar als nachträgliche Umrüstungen.

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