Vans auf der IAA
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 Vans auf der IAA  Vans auf der IAA

Wo sind sie geblieben?



Einst galten die geräumigen Vans als Familienmobile mit Kult- und Nutzfaktor. Doch auf der diesjährigen IAA ist von Ihnen nicht viel zu sehen. Nur ein paar Hersteller halten noch die Fahne hoch.

 
 Vans auf der IAA
  
 Vans auf der IAA - Foto: Hersteller  Vans auf der IAA - Foto: Hersteller  Vans auf der IAA - Foto: Hersteller  Vans auf der IAA - Foto: Hersteller  Vans auf der IAA - Foto: Hersteller  Vans auf der IAA - Foto: Hersteller
Die Hersteller überbieten sich bei der Vorstellung neuer Crossover mit immer ausgefeilteren Designkonstruktionen. Fast wöchentlich sieht man Antriebskonzepte, die noch weniger CO2 emittieren. Und kaum ein Hersteller glaubt, noch auf ein Retro-Fahrzeug im Programm verzichten zu können.

Falls das Dach eines Kompaktwagens gerade hoch genug ist, um im Fond aufrecht sitzen zu können, nennt man ihn gleich einen Minivan. Nur der lange beliebte Familien-Van mit viel Platz, drei Sitzreihen, zusätzlichen Stauraum und einem starken Dieselmotor ist es seltsam ruhig geworden in Zeiten in denen "besser" gleichbedeutend mit "kleiner" ist.

Immerhin: Seine Premiere auf der IAA feiert der Peugeot 5008. Der 5008 ist ein komplett neues Auto, technisch jedoch eng mit dem jüngst vorgestellten Crossover Peugeot 3008 und dem Plattformgeber Peugeot 308 verwandt. Mit einer Länge von 4,53 Metern ist der 5008 als Fünf- und Siebensitzer zu bekommen. Im Fokus der Franzosen steht die vorwiegend deutsche Konkurrenz mit VW Touran, Ford C-Max und Opel Zafira. Doch auch Renault Scenic und Toyota Verso müssen sich dem neuen Gegner stellen, der mit viel Variabilität auf sich aufmerksam machen will.

Die spitz zulaufenden Frontscheinwerfer ziehen sich bis weit in Richtung A-Säule. Die Motorhaube geht direkt in die große Frontscheibe und diese weiter in ein großzügig dimensioniertes Panoramadach über, das viel Licht in den Innenraum bringt.

Das 1,63 Meter hohe Fahrzeug verfügt je nach Ausstattung über fünf oder sieben Einzelsitze, die sich - abgesehen vom Fahrersessel - einzeln oder komplett umlegen lassen. So kann man lange Gegenstände durch Umklappen des Beifahrersitzes bis zum Armaturenbrett durchladen. Die nutzbare Maximallänge beträgt dann 2,76 Meter. Das Ladevolumen liegt zwischen 579 und 1.754 Litern.

Schneller Einstieg

Ford zeigt auf der IAA seinen neuen C-Max als Fünf- und Siebensitzer. Sein coupéartig abfallendes Dach verleiht diesem Van deutlich mehr Pepp als klassenüblich ist, ohne dass das Platzanbot im Fond davon beeinträchtigt wird. Das schnelle Beladen erleichtern bei der Langversion Grand C-Max seitliche Schiebetüren. So ist auch der schnelle Einstieg der gesamten Hockeymannschaft des Jüngsten in kürzester Zeit zu schaffen. Die Mütter mannschaftsporttreibender Kids werden es dem Hersteller danken.

Wird mal mehr Fläche bebraucht, kann der mittlere Sitz mit wenigen Handgriffen zusammenklappt und unter den seitlichen Sitz geschoben werden. Wer den Umgang mit solch großen Fahrzeugen nicht gewohnt ist, dem erleichtert Ford den Umstieg mit einem Assistenzsystem für den Einblick in den toten Winkel und einer halbautomatische Einparkhilfe.

Vereinzelt trifft man hier und da auf der Messe noch Klassiker wie den Chrysler Voyager, sein europäisches Gegenüber Renault Espace oder das Ford-Familien-Doppel aus S-Max und Galaxy. Für die meisten ist der Chrysler Voyager, der mittlerweile nur noch mit langem Radstand angeboten wird, immer noch der Klassensprecher. In den USA wird er als Chrysler Town & Country verkauft und ist weitgehend baugleich mit dem nur dort erhältlichen VW Routan.

Verlustliste

Für den VW Sharan ist 2010 ein Nachfolger geplant. Bis dahin ist bei den Wolfsburgern erstmal Ruhe und man muss sich mit dem hiesigen Bestseller Touran zufrieden geben. Bei Opel steht der neue Meriva - ebenfalls mit Schiebetüren - in den Startlöchern.

Seat bietet seinen Alhambra zwar noch an, aber nur ungern - und zeigt ihn auf der IAA gar nicht. Entsprechen lieblos wird die Pflege des Modells von Seat betrieben. In diesem Jahr wurde der Alhambra immerhin motortechnisch auf den neuesten Stand gebracht. Den Familien-Seat gibt es jetzt mit einem 1,6-Liter-Common-Rail mit Start-Stopp-Automatik und einem System zur Rückgewinnung der Bremsenergie.

Kia Carnival und Lancia Phedra wurden wegen anhaltender Erfolglosigkeit aus dem Programm genommen. Der Hyundai Entourage hat es gar nicht erst bis Europa geschafft. Vielleicht ändern sich die Zeiten bald einmal wieder. Schließlch haben sich Coupé- und Kombiklasse auch wieder erholt.

 Text: Hans Bast Eine eMail an Hans Bast schickenStand: 16.09.2009
 Fotos: Hersteller Auf Artikel linken
  
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