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Hintergrund  Hintergrund: BMW Hydrogen 7

Holzweg oder Wasserstrasse?



BMW ist mächtig stolz auf sich - und die Konkurrenz begreift die Welt nicht mehr. Ist der 7er BMW mit Wasserstoffantrieb nun der große Wurf? Oder haben sich die Bayern verrannt? Wir sind das erste Hydro-Mobil gefahren.

 
 BMW Hydrogen 7
  
 BMW Hydrogen 7  - Foto: Hersteller  BMW Hydrogen 7 - Foto: Hersteller  BMW Hydrogen 7 - Foto: Hersteller  BMW Hydrogen 7 - Foto: Hersteller  BMW Hydrogen 7 - Foto: Hersteller  BMW Hydrogen 7 - Foto: Hersteller
[+] Keine Abgase, innovative Technologie, (fast) aller Luxus der 7er-Reihe
[-] Hoher Verbrauch, nur vier Sitze, kleiner Kofferraum, wenig Reichweite, hoher Preis, dünnes Tankstellennetz

Die fossilen Brennstoffe gehen – wenn auch langsam – zu Neige. Und so zerbricht man sich nicht nur in der Automobilwirtschaft seit Jahren den Kopf darüber, wie man Fahrzeuge alternativ antreiben und der verwöhnten Kundschaft dabei auch noch gewohnten Fahrspaß bieten könnte. Als erster Autohersteller verlässt BMW sein Forschungszentrum mit Ergebnissen und bringt eine Kleinserie von 7er BMW mit Wasserstoffantrieb auf die Straßen.

Weltweit sollen die rund 100 Fahrzeuge für Wasserstoff, erneuerbare Energien und nicht zuletzt BMW werben. Doch den Weg zum BMW-Händler kann sich der Nobel-Öko getrost sparen. Die Fahrzeuge werden nicht an jedermann verkauft, sondern befristet in Hände von – wie BMW es nennt – Pioniere vermietet. "Diese Pioniere kommen aus Wirtschaft, Politik, Sport und dem kulturellen Leben und sollen ein Fahrzeug der Wasserstoffflotte bis zu sechs Monate auf Herz und Nieren testen", sagtt Dr. Timm Kehler, verantwortlich für das Hydrogen-Marketing. "Los geht es im zweiten Quartal 2007. Wir erwarten für die Nutzung jedoch eine kommunikative Gegenleistung." Voraussetzung für die Lizenz zum Wasser-Fahren ist zudem das Fehlen einer Garage. Denn da darf der Hydrogen 7 bis auf weiteres nicht rein.

Der optisch weitgehend unauffällige Wasserstoff-Siebener soll den Bayern ein zusätzliches Umweltimage verpassen. Mit der Expo-Flotte der BMW 750 hL und dem Rekordgeschoss H2R haben die Bayern in den vergangenen Jahren sowohl aus Ingenieurs- als auch Marketingsicht einige grüne Erfolge vorzuweisen. Doch die Konkurrenz hat überraschend wenig Angst vor den Wasserstoffambitionen von BMW. Spricht man mit Leuten aus den Entwicklungsabteilungen anderer Hersteller, so halten die meisten den BMW-Vorstoß für voreilig, einige für irrwitzig und andere sogar für schlicht falsch. Kritisiert werden die Energiebilanz, die hohen Kosten und der Einsatz eines Verbrennungsmotors.

Anders als andere kombinieren die Bayern den Wasserstoffantrieb nicht mit einer Brennstoffzelle, die üblicherweise als Ziel in einer fernen Zukunft gesehen wird, sondern mit einem normalen Benzintriebwerk. Der bekannte Zwölfzylinder des BMW 760 Li wurde umfangreich umgebaut und so fit für einen bivalenten Antrieb gemacht. Das hat seinen Preis. Hinter der Rücksitzbank sitzt ein mächtiger Tank, der zwar einen Großteil des Kofferraums auffrisst und die 5,19 Meter lange Luxuslimousine zu einem Viersitzer schrumpfen lässt - aber gerade mal acht Kilogramm Wasserstoff speichern kann.

Bei gemäßigter Fahrweise reicht das für rund 200 Kilometer. Im Berliner Stadtverkehr zum Beispiel sind jedoch kaum mehr als 100 Kilometer drin – trotzdem kostet eine Tankfüllung stattliche 64 Euro. Gut, dass man noch einen Benzintank an Bord hat und jederzeit umschalten kann.

Das Fahrgefühl in dem 2,5 Tonnen schweren 7er lässt sich dabei mit dem in einem 730d vergleichen. Der Motor nagelt leicht und läuft aufgrund des brennfreudigen Wasserstoffs spürbar rauer als ein Benziner. Auch die Leistungsausbeute ist mit 191 kW/260 PS und 390 Nm Drehmoment angesichts von sechs Litern Hubraum recht dürftig. Doch 230 km/h Spitze sollte die meisten Fahrer aus der Promi-Riege zufrieden stellen. Es sind ohnehin mehr Details, die für Probleme sorgen.

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Teurer Schwund
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Zwei jeweils zwei Millimeter starke Edelstahlbleche und eine dazwischen liegende Vakuumisolation sorgen dafür, dass die acht Kilo Wasserstoff flüssig bleiben. Beeindruckend: Die nur 30 Millimeter dicke Isolation entspricht 17 Metern gewöhnlichem Styropor. Beim BMW Hydrogen 7 hält die Isolation den 253 Grad Celsius kalten Wasserstoff kühl. Steht der Wagen längere Zeit ungenutzt in der Garage, entleert sich das Wasserstofftank nach und nach von selbst. So wird verhindert, dass die Temperatur im Tank auch nur leicht ansteigt. Nach nur neun Tagen Standzeit können im Wasserstoffbetrieb dann nur noch 20 Kilometer zurückgelegt werden. Gut 60 Euro sind dann einfach so verdunstet.

Im Fahrbetrieb ist die Umwandlung von flüssigem zu gasförmigem Wasserstoff ein permanenter Vorgang. Aufgrund der sauberen Verbrennung wird der 7er der Zukunft immer im Wasserstoffmodus gestartet. Doch zumindest derzeit ist der Hydrogen 7 unter dem Strich alles andere als ein Saubermann. Denn die Produktion von Wasserstoff gilt als überaus energieträchtig und teuer.

Die Kraftstoffe, die an den paar entsprechend ausgebauten Tankstellen in ganz Europa derzeit veräußert werden, wurden aus Öl und Erdgas gewonnen - mit hohem Energieaufwand. Mittelfristig soll das anders werden. Der Wasserstoff kann aus Biomasse, Sonne, Wind und Wasserkraft gewonnen werden – teuer bleibt es trotzdem.

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Fotos: Hersteller

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