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Hintergrund  Hintergrund: Lancia wird 100

Düstere Aussichten



Die vergangenen Jahre waren keine guten für die Autoindustrie. So manche traditionsreiche Marke verschwand sogar völlig. Besonders schlecht scheint es um die Zukunft der honorigen Fiat-Tochter Lancia bestellt.

 
 Lancia wird 100
  
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Viele alteingesessene Automarken sind in den vergangenen Jahrzehnten ins Trudeln geraten. Simca, Talbot, Datsun oder zuletzt Rover und MG. Meist hatte zuvor kaum jemand befürchtet, dass derartige Traditionsmarken einmal in den automobilen Archiven verschwinden würden. Und es ist dennoch geschehen. Ein ähnlicher Abstieg könnte Lancia drohen. Denn dort bringt man seit Jahren nichts nennenswertes auf die Räder.

Die ebenso sehenswerte wie elitäre Luxuslimousine Thesis war Anfang des dritten Jahrtausends einer der letzten Versuche, auf die italienische Art Edelmarken wie Mercedes, Audi oder BMW zumindest zu folgen. Doch der Thesis floppte in ganz Europa – und seither haben sich die Wolken am Himmel über Lancia weiter verfinstert. Auch der szenige Minivan Musa, als chicer Zwillingsbruder des Fiat Idea, war eigentlich kein schlechter Ansatz – er brachte aber letztlich ebenso wenig wie der luxuriöse Phedra, der kaum in Erscheinung trat.

So muss europaweit der kleine Frauenversteher Ypsilon für Lancia die Kohlen aus dem Feuer holen. Wie bei den anderen Lancia-Modellen der letzten Jahre wird sich auch bei dem coolen Cityflitzer niemand über das Design beschweren. Aber es sind schon viele in Schönheit gestorben.

Bei dem noblen Fiat-Ableger fehlt seit Jahren ein nachvollziehbares Konzept mit Zukunftsperspektiven. Die Autos sind alles andere als Publikumslieblinge, ein Marketing ist allenfalls wellenartig vorhanden. Und die Händler stehen schon lange nicht mehr hinter der Traditionsmarke von einst. In vielen Fiat-Autohäusern sind die Lancia-Modelle sogar schon aus den Schauräumen verschwunden. Rund 80 Prozent der gerade noch 120.000 pro Jahr produzierten Neuwagen werden derzeit im Heimatland Italien verkauft. Den Großteil macht auch hier der kleine Lancia Ypsilon aus.

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Grandiose Spaßmaschine
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Was Lancia insbesondere fehlt, ist ein Fahrzeug in der Kompaktklasse. Die wichtige Fahrzeugkategorie hat man jahrelang konsequent veröden lassen. Lifestyle-Renner wie ein Volvo C30, der 1er BMW oder ein Audi A3 Sportback würden exzellent auch zu einer Marke wie Lancia passen. Doch Ruhm und Rahm schöpft da schon lange die Konkurrenz ab.

Den letzten Golf-Konkurrenten, den die erfolglosen Lancia-Verantwortlichen ins Rennen schickten, war der Delta. Er war europaweit nicht gerade ein Megaseller, hatte aber durch seine jahrelangen Erfolge im Rallyesport einen Ruf wie Donnerhall. Das Design war kantig, einzigartig und gewöhnungsbedürftig. Doch jeder wusste: Ein Delta Integrale HF mutierte auf der Straße mit Allradantrieb und Leistung satt zur grandiosen Spaßmaschine.

Zuvor hatte Lancia in regelmäßigem Rhythmus wunderschöne und oftmals sogar charismatische Fahrzeuge hervorgebracht. Bestes Beispiel die Limousinen aus der Aurelia-Reihe oder der Fulvia aus den 60ern, der als Retro-Studie auf der IAA jüngst für viel Aufsehen sorgte.

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Warten auf 2008
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In diesem Jahr feiert die seit 1969 zu Fiat gehörende Automarke ihr 100jähriges Jubiläum. Gemerkt hat man in der Öffentlichkeit davon wenig. Die Außenwirkung war gleich null, zumindest bis man mit der Studie des neuen Lancia Delta HPE einen Ausblick auf 2008 präsentierte. Wann genau und in welcher Form der neue Delta kommen wird, darauf sind längst nicht nur die Lancia-Fans gespannt. Überraschenderweise bekam die Studie zwar ihren traditionsreichen Namen (Delta), hat aber mit dem alten 80er-Jahre-Delta nicht den Hauch gemein. Und ebenso überraschend tritt der HPE (steht für High Performance Estate) zwei Klassen höher als in den 80er Jahren an.

Der Neue macht mit einer Gesamtlänge von rund 4,50 Metern und bevorzugten Dieselmotoren bis 200 PS auf Crossover-Lifestyle-Kombi. Das ist zuletzt schon beim größeren Fiat Croma mächtig schief gegangen. Der Lancia Delta HPE ist elegant wie eh und je und soll mit einem gleichermaßen luxuriösen wie businessähnlichen Innenraumkonzept überzeugen. Alles schon einmal gehört, würde sich wohl auch der legendäre Firmengründer Vincenzo Lancia denken.

Bleibt daher abzuwarten, wie - und ob - sich Lancia als unscheinbarste Fiat-Marke in den nächsten Jahren entwickeln wird. Mit einem Ausblick auf einen sportlichen Fulvia und einen szenetauglichen Delta HPE ist es kaum getan. Es ist das Konzept, das nach wie vor große Lücken aufweist. Schönheit allein reicht eben schon lange nicht mehr. Wer wüßte das besser als eine Marke wie Lancia?

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