| Kurz & bündig | | [+] Gute Serienausstattung, üppiges Platzangebot, sechs Airbags, Allradantrieb mit variabler Kraftverteilung | | [-] Müder Motor, weiches Fahrwerk, angenehmes Innenraumambiente, indirekte Lenkung, keine Geländereduktion |
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Lifestyle hin, Offroad her – während sich Modelle wie BMW X3, Kia Sorento oder ein Nissan X-Trail vor Nachfrage kaum retten können, steht der Maverick nur in wenigen Ford-Verkaufsräumen. In der breiten Ford-Palette ist er nicht mehr als ein Außenseiter – bauähnlich mit dem auch nicht auffälligeren Mazda Tribute.
Auch der Maverick wurde für den US-Markt entwickelt. Während einige Hersteller den SUV-Trend verschlafen hatten und erst mit Verzögerung ein geländegängiges Lifestyle-Vehikel in Europa an den Start schickten, hat der Maverick dagegen schon ein paar Lenzen auf dem Buckel. Der Durchbruch gelang ihm jedoch nie. Daran wird wohl auch die jüngste Modellpflege nur wenig ändern. Zum neuen Modelljahr wurde der Ford Maverick leicht überarbeitet.
Charakter
 Geblieben ist trotz leichter Modifikationen am Außendesign sein typischer Charakter. Mit seinen wuchtigen Schürzen und der hoch gesetzten Karosserie sieht er alles andere als langweilig aus. Sein Alter kann er jedoch nicht ganz verhehlen. Der Karosserie sieht man schnell an, dass das Styling seinen Ursprung nicht nur in den USA, sondern auch im vergangen Jahrzehnt hatte. Auffallend sind die flache Gürtellinie und die großzügigen Fensterflächen.
Während sich die Innenräume der anderen Ford-Modelle in den vergangenen Jahren sehenswert entwickelt haben, scheinen sämtliche Designorgien am Maverick spurlos vorbeigegangen zu sein. Das Cockpit wirkt betagt, die Schalter sind verstreut und schlecht beleuchtet. Besonders die Mittelkonsole zeigt Radio und Bedieneinheiten, die auch im kleinen Ford Ka, Baujahr 1996, schon verbaut wurden. Das schwarze Plastik lässt jeden Gedanken an Chic vergessen. Der große Kofferraum schluckt immerhin zwischen 860 und 1820 Liter.
Gekonnte Verdrängung
 So etwas kann man sich im hart umkämpften Markt der Mittelklasse SUVs heute nicht mehr erlauben. Die Ledersitze wirken trotz der Materialwahl ebenfalls nicht gerade hochwertig. Bequem wie ein Ledersofa von Opa - aber Seitenhalt und Beinauflage wurden gekonnt verdrängt. Auch das Lenkrad lässt sich nur unzureichend verstellen. So fällt es nicht ganz leicht, eine ideale Position einzunehmen. Überaus großzügig präsentiert sich dagegen das Platzangebot. Sowohl vorne als auch im Fond geht es sehr geräumig zu. Hinten verzichtet die Rückbank jedoch auf jede Art von Kontur. Zwei bis drei Personen finden jedoch angenehm Platz. Überraschend für einen Amerikaner blicken wir auf dem Mitteltunnel auf eine manuelle Fünfgangschaltung.
Angetrieben wird der Ford Maverick von einem 2,3 Liter großen Vierzylinder. Der leistet 110 kW/150 PS und lässt den Allradler überraschend schlapp erscheinen. Bei 4.000 U/min liegt immerhin ein maximales Drehmoment von 200 Nm an. Die Höchstgeschwindigkeit von 171 km/h und das Spurtvermögen dürften nur mittelprächtig ambitionierte Fahrer erfreuen können. Wer dem SUV die Sporen geben will, muss ihn mit engagierten Schaltvorgängen bei Laune halten. Ford gibt für den knapp 1,6 Tonnen schweren Maverick einen Durchschnittsverbrauch von 9,9 Litern Normalbenzin auf 100 km an. Immerhin schafft der Motor die Euro-4-Norm. Einen Dieselmotor gibt es nicht.
American Way of Drive
 Auf den Allradantrieb hat der Fahrer keinen Einfluss. Der schaltet sich bei Drehzahlunterschieden an den einzelnen Rädern elektronisch per Lamellenkupplung zu. Im Normalbetrieb wird der US-Kölner über die Vorderachse angetrieben. Das Fahrwerk präsentiert sich so amerikanisch, wie man es erwarten konnte. Im Grenzbereich schiebt der Ford spürbar über die Vorderachse. Beim Bremsen oder schneller Kurvenfahrt gibt es spürbare Nick- und Wankbewegungen. Die Lenkung ist unpräzise und lässt ebenso wie die Bremsanlage den nötigen Biss vermissen.
Abseits der Straßen schlägt sich der 4,43 m lange Ford Maverick durchaus tapfer: Durch die kurzen Überhänge liegen die Böschungswinkel bei 19 bzw. 27 Grad. Er schafft Steigungen bis zu 45 Grad. Die Wattiefe liegt bei 60 cm. Wer sich für den Ford Maverick 2.3 Highclass entscheidet, bekommt für 28.300 Euro eine komplette Serienausstattung. Elektrische Teilledersitze, Klimaanlage, Tempomat, Sitzheizung und eine elektrisches Schiebedach können sich auch in dieser Klasse durchaus sehen lassen. Für Sicherheit an Bord sorgen unter anderem ABS, Front-, Schulter-Kopfairbags vorn und hinten. Hightechdetails wie Xenonlicht oder ESP bleiben außen vor. Das Radionavigationssystem kostet 995 Euro extra.
| Technische Daten | | Ford Maverick | | | Motor | | Reihe | | | Zylinder | 4 | | | Hubraum (cm³) | 2288 | | | Leistung (kW / PS) | 110/150 | | | Zuladung(kg) | 455 | | | Gesamtgewicht (kg) | 1970 | | | 0-100 km/h (s) | 11,5 | | | Vmax (km/h) | 171 | | | Verbrauch (L/100 km) | 9,9 | | | Kraftstoff | Normalbenzin | | | Grundpreis (€) | 25.900 | |  |  | Mehr Daten & Preise finden Sie in unserem Katalog |  |  |
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