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Fiat Fiorino Qubo 1.3 16V Multijet  Fahrbericht: Fiat Qubo 1.3 Multijet

Die Bulli-Ente



Mein Haus, meine Yacht, mein Fiat? Das passt nicht wirklich zusammen. Der Qubo ist die PKW-Version des Fiorino und eine rollende Verzichtserklärung. Doch die ist immerhin nett verpackt, vielseitig und sparsam.

 
Fiat Fiorino Qubo 1.3 16V Multijet
  
Fiat Fiorino Qubo 1.3 16V Multijet - Foto: Viehmann Fiat Fiorino Qubo 1.3 16V Multijet- Foto: Viehmann Fiat Fiorino Qubo 1.3 16V Multijet- Foto: Viehmann Fiat Fiorino Qubo 1.3 16V Multijet- Foto: Hersteller Fiat Fiorino Qubo 1.3 16V Multijet- Foto: Viehmann Fiat Fiorino Qubo 1.3 16V Multijet- Foto: Viehmann
Fiat Fiorino Qubo 1.3 16V Multijet
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Fiat Fiorino Qubo 1.3 16V Multijet
Fiat Fiorino Qubo 1.3 16V Multijet
[+] Variabler Innenraum, niedrige Ladekante, viel Kopffreiheit, zwei Schiebetüren, kleiner Wendekreis, kompakte Abmessungen, fährt sich gut, sparsamer Dieselmotor, günstiger Einstiegspreis
[-] Etwas schlappe Motoren, Dieselpartikelfilter kostet Aufpreis, magere Serienausstattung, teils mangelnde Übersicht, kein ESP lieferbar

Nur die wenigsten würden wohl einen Fiat als Statussymbol ansehen. Soll man ja auch gar nicht, sagt man bei der italienischen Marke und präsentiert mit dem Fiorino Qubo (sprich: Kubo) ein Auto unter dem Motto "Status Simple". "Der Qubo ist ein Auto für alle, die nichts zeigen müssen, um jemand zu sein", bringt es Fiat-Chef Lorenzo Sistino auf den Punkt. "Schlicht, umweltfreundlich und nett zu den Menschen" sei der kleine Kasten-Kombi. Das alles freilich im Verbund mit viel Platz, Alltagstauglichkeit und Variabilität. Man könnte auch sagen: Der Qubo ist eine Kreuzung aus Citroën 2CV und VW Bulli.

Das italienische Schwestermodell des Peugeot Bipper und Citroën Nemo ist mit 3,9 Metern Länge und einem Wendekreis 9,95 Metern der Freund jeder Parklücke. Der Kofferraum lässt sich durch die Höhe des Fahrzeugs (1,7 Meter) und die niedrige Ladekante gut befrachten und schluckt 329 Liter. Bei ausgebauter Rückbank sind es satte 2500 Liter, allerdings fällt die Zuladung mit 440 Kilogramm natürlich niedriger aus als bei der Nutzfahrzeugversion des Fiorino.

Seine Herkunft aus dem Arbeitermilieu versucht der Qubo geschickt zu kaschieren - und im Großen und Ganzen gelingt das auch. Statt nacktem Plastik gibt es ein bisschen Stoffbezug in den Türen, die Geräuschdämmung ist ordentlich, die Verarbeitung macht einen guten Eindruck und die Zahl der Ablagen ist ausreichend.

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Einige Details stören Etwa die weichen Sitze oder die nach unten geneigte und zu nah am Sitz platzierte Mittelarmlehne. Schade auch, dass man beim Fahren mit offenem Fenster nicht den Arm auf der Türkante ablegen kann: Die Scheibe lässt sich nicht ganz herunterfahren.

Ansonsten sitzen die Passagiere bequem im Qubo - abgesehen von einer eingeschränkten Kniefreiheit im Fond, wenn vorn und hinten Erwachsene Platz nehmen. Für die Belüftung im Fond sorgen die Ausstellfenster, und die Schiebetüren (serienmäßig auf beiden Seiten) sind praktisch. Die B-Säule und winzigen hinteren Dreiecksfenstern nehmen allerdings die Sicht beim Spurwechsel und Einparken.

Der Qubo fährt sich angenehm und ist auch mit schnellen Kurven nicht überfordert. Das Fahrwerk ist straffer abgestimmt als beim Nutzfahrzeug, bei Bodenwellen teilt es manchmal kurze Schläge aus. Das Fünfganggetriebe ist gut abgestuft, hakt aber gerne beim Herunterschalten in den zweiten Gang.

Nur zwei Motoren stehen für den Qubo zur Auswahl: Ein Dieselaggregat mit 75 PS und ein Benziner mit 73 PS. Für die ersten Testfahrten stand der Diesel zur Verfügung. Der 1.3-Liter Multijet entwickelt ein maximales Drehmoment von 190 Newtonmetern und bringt den Qubo nach einem spürbaren Turboloch flott voran - wenn man sich nicht scheut, die Gänge weit auszufahren. Doch jenseits des City-Tempos wird der Motor schnell müde.

Den Durchschnittsverbrauch gibt Fiat mit 4,6 Litern pro 100 Kilometern an. Bei der Überprüfung an der Zapfsäule ermittelten wir einen tatsächlichen Verbrauch von knapp fünf Litern. Ärgerlich: Ein Dieselpartikelfilter kostet 600 Euro Aufpreis.

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Das Nötigste an Bord
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Den 73 PS-Benziner mit zwei Ventilen pro Zylinder haben wir bereits im baugleichen Fiorino-Schwestermodell Citroën Nemo getestet. Besonders glücklich wird man mit dem Motor nicht. Auf Autobahn und Landstraße steht man praktisch ständig voll auf dem Gas.

Mit 1,24 Tonnen ist der Fiorino etwas schwerer als viele Kleinwagen. Für den Dieselmotor plant Fiat eine leistungsgesteigerte Version mit 90 PS. Über Erdgasantrieb denken die Italiener nach - eine Entscheidung sei aber noch nicht getroffen, sagt der deutsche Fiat-Chef Manfred Kantner.

In Deutschland steht der Qubo am 20. September bei den Händlern und kostet in der Basisversion Active mit 1,4-Liter Benzinmotor 12.990 Euro. Die Ausstattung ist mager – vier Airbags, Zentralverriegelung und elektrische Fensterheber gehören zu den wenigen erwähnenswerten Dingen. Klimaanlage, elektrische Außenspiegel, Nebelscheinwerfer, einen höhenverstellbaren Fahrersitz sowie die geteilt umklappbare und herausnehmbare Rücksitzbank stehen erst beim Qubo Dynamic zur Verfügung (14.390 Euro, Diesel 15.990 Euro). Ein Radio kostet in beiden Versionen 450 Euro Aufpreis.

Preislich attraktiver ist das 750 Euro teure "Blue & Me"-Paket. Es bietet neben CD-Radio noch eine Bluetooth-Freisprechanlage samt Lederlenkrad mit Multifunktionstasten und einen USB-Anschluss zum Abspielen von MP3- und WMA-Dateien.

Der Kasten-Kombi Qubo ist durchaus eine interessante Alternative zu Kleinwagen, die vor allem im Kofferraum viel weniger Platz bieten. Wer aber beim Autokauf ohnehin nicht auf Status achtet, könnte von der Qubo-Preisliste schnell zum Dacia Logan MCV schielen. Der Billig-Kombi kostet selbst in der besten Ausstattung mit 86 PS-Dieselmotor nur 12.800 Euro.

Fiat Fiorino Qubo 1.3 16V Multijet
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Fotos: Viehmann

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