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Fiat Doblo 1.6 Multijet  Fahrbericht: Fiat Doblo 1.6 Multijet

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Seit 2010 ist die aktuelle Generation des Fiat Dobló auf dem Markt - Zeit also für ein Facelift. Und das ist ziemlich gründlich ausgefallen und soll dem Italiener neue Kundengruppen erschließen.

 
Fiat Doblo 1.6 16V Multijet
  
Fiat Doblo 1.6 16V Multijet - Foto: Hersteller Fiat Doblo 1.6 16V Multijet- Foto: Hersteller Fiat Doblo 1.6 16V Multijet- Foto: Hersteller Fiat Doblo 1.6 16V Multijet- Foto: Hersteller Fiat Doblo 1.6 16V Multijet- Foto: Hersteller Fiat Doblo 1.6 16V Multijet- Foto: Hersteller
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[+] Riesiges Platzangebot, bequemer Einstieg, viele Ablagen, variabler Kofferraum, einfach zu beladen, problemlose Bedienung, präzise Schaltung, ordentliche Motorisierung
[-] Sitze bieten wenig Seitenhalt, gefühllose Lenkung

Rund 1,4 Millionen Stück hat Zur Markenseite FiatFiat seit der Markteinführung vor fünfzehn Jahren weltweit vom Dobló verkauft. Die meisten davon schlagen sich als Kastenwagen für Handel, Handwerk und Gewerbe durch den rauen Arbeitsalltag. Aber schon mit der zweiten Generation des kleinen Italieners versucht Fiat seit 2010 über eine Kombi-Version mehr Fuß zu fassen bei Familien und freizeitorientierten Lifestylern. Vor allem auf sie zielt nun das gründliche Facelift.

Optisch hat sich einiges getan - außen wie innen. Statt des eher schmalen Kühlergrills grinst einen beim neuen Dobló ein sehr viel freundlicheres breites Gesicht an. Der Lufteinlass zieht sich jetzt bis unter die Frontscheinwerfer links und rechts. Angeboten wird der nach wie vor in der Türkei gebaute Dobló mit zwei verschiedenen Längen und wahlweise auch mit Hochdach. Der Innenraum ist nun klarer und übersichtlicher geworden, ohne von seiner Flexibilität eingebüßt zu haben. Bis zu sieben Sitzplätze sind im Angebot. Der Kombi ist er ab März 2015 in drei Ausstattungsvarianten erhältlich - zu Preisen zwischen 17.600 und 24.850 Euro.

Zu den großen Pluspunkten des Dobló zählt das riesige Platzangebot. Vorne haben selbst größere Passagiere kein Problem. Der Zustieg in die zweite Reihe ist dank der hinteren Schiebetüren rechts und links sehr bequem. Der Dachhimmel liegt so weit oben, dass er an manchen Tagen fast schon in den Wolken verschwindet. Wer will, der kann sich mit dem optionalen Hochdach zusätzliche 27 Zentimeter Kopfraum verschaffen. Die reichlichen Fensterflächen im Hochdach sorgen zusätzlich noch für einen hellen und luftigen Innenraum. Staufächer und Ablagen hat auch der überarbeitete Dobló zahlreich an Bord: 23 addiert das Fiat-Datenblatt zusammen.

Handwerklich rustikal geht es innen auch beim Kombi zu, wenn es um die verbauten Materialien geht: Hartplastik rundum, Filz an Dachhimmel. Der Vorteil: Die Flächen lassen sich relativ einfach sauber halten. Der Nachteil: Manche Teile - wie etwa die Türverkleidungen - verkratzen ziemlich schnell. Die Bedienung ist einfach, die Instrumente übersichtlich. Allerdings sind die Rundinstrumente für Drehzahl und vor allem die Geschwindigkeit arg klein geraten und mitunter schwer zu entziffern. Die Vordersitze lassen sich weit zurück schieben, selbst dann ist in der zweiten Reihe noch akzeptabel Platz für die Knie. Weniger akzeptabel fallen die kurze Sitzauflage aus. Zudem bieten die Sitze sowohl vorne wie hinten wenig Seitenhalt.

Fiat Doblo 1.6 Multijet, Fahrbericht
Mit 4,4 Metern ist der Dobló in etwa so lang wie ein Audi A3 Sportback - nur deutlich übersichtlicher
Fiat Doblo 1.6 Multijet, Fahrbericht

Üppig fällt der Laderaum aus - egal, ob in der Kurz- oder der Langversion. Bei fünf Sitzen kommen 790 Liter Fassungsvermögen zusammen, bei umgeklappter Rückbank bis zu 3.200 Liter, respektive 4.000 Liter in der Langversion. Beladen geht einfach: Die riesige Heckklappe schwingt weit nach oben, die Ladekante ist niedrig und schließt bündig mit dem Boden des Gepäckraums ab. Bei Bedarf lässt sich der Laderaum in zwei Ebenen unterteilen.

Für ordentlichen Fahrkomfort sorgt eine aufwendige Einzelradaufhängung an der Hinterachse. Die Federung funktioniert entsprechend gelassen und weitgehend ohne ungehaltenes Poltern selbst auf schlechten Straßen. Auch der Geräuschpegel bleibt im Innenraum selbst bei höheren Geschwindigkeiten im Rahmen - da hat Fiat offensichtlich einiges an zusätzlichem Dämmstoff investiert.

Mit 4,4 Metern ist der Dobló in etwa so lang wie ein Audi A3 Sportback - nur deutlich übersichtlicher. Entsprechend problemlos kann man ihn durch den Stadtverkehr kutschieren. Wie bei Fiat üblich ist die Lenkung zwar zu gefühllos und zu leichtgängig - aber in der Stadt hilft es eher beim Rangieren. Auf der Autobahn sind jedoch immer wieder Lenkkorrekturen nötig. Zur leichten Lenkung trägt da allerdings auch die Empfindlichkeit für Seitenwind das ihre bei - auch der neue Dobló bietet an den Seiten nun mal reichlich Angriffsfläche. Zu den Pluspunkten des Dobló gehört auch die 6-Gang-Handschaltung. Sie knackig zu nennen wäre wegen der langen Schaltwege zwar geschönt - aber sie lässt sich präzise und ohne Hakeln durch die Kulisse schieben.

Was die Motoren angeht: In Deutschland wird es erst einmal zwei Benziner und drei Diesel zwischen 66 kW/90 PS und 99 kW/135 PS geben, alle kombiniert mit einer Handschaltung. Eine CNG-Version, die bei kombiniertem Benzin-/Gasantrieb bis zu 625 km Reichweite haben wird, soll folgen. Schon mit dem 90-PS-Basis-Diesel ist man ganz gut unterwegs. So richtig Pkw-Feeling verschafft der große Diesel mit seinen 135 PS. Der schafft es in 11,3 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von knapp 180 km/h. Allerdings dürfte dann aus dem offiziellen Durchschnittsverbrauch von 5,9 Litern nicht mal ansatzweise etwas werden.

Fiat Doblo 1.6 Multijet
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