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Faszination  Faszination: Exoten in Genf

Skibox mit 1115 PS



Auf dem Genfer Automobil Salon stehen die Nischenanbieter im Rampenlicht. Ultra-Sportwagen in Kleinserie und exotische Designerstücke sorgen dabei für Abwechslung im normalen Marken-Einerlei.

 
 Exoten in Genf
  
 Exoten in Genf  - Foto: Viehmann  Exoten in Genf - Foto: Wolff  Exoten in Genf - Foto: Viehmann  Exoten in Genf - Foto: Viehmann  Exoten in Genf - Foto: Viehmann  Exoten in Genf - Foto: Viehmann

Sie suchen noch ein Winterauto? Dann wäre der Koenigsegg Agera R vielleicht einen Blick wert. Die schwedischen PS-Fetischisten haben dem als Automobil getarnten Kampfflieger nicht nur eine fette Leistungsspritze verpasst - wer will schon mit weniger als 1000 PS in den Urlaub fahren - sondern bieten im Winterpaket gleich noch eine Skibox fürs Dach an.

Der Haken an der Sache: Die schneeweiße Box erlaubt nicht mehr als gemütliche 300 km/h. Normalerweise wird der Agera R, der mit Bioethanol im Tank bis zu 1115 PS leistet, erst bei 375 km/h abgeregelt. Theoretisch wären je nach Getriebeübersetzung sogar 440 Sachen drin. Da kann man nur Ski Heil wünschen und hoffen, dass der Pilot in der Almhütte nicht zu viele Obstler geleert hat und auch sonst klar bei Verstand ist.

Eine Spur bescheidener, aber optisch noch dramatischer treibt es der Pagani Huayra. Der italienische Bolide gibt sich mit etwas mehr als 700 PS zufrieden und wird von einem doppelt aufgeladenen V12-Motor aus dem Hause AMG befeuert. Innen wie außen hat der Huayra große Ähnlichkeit mit einem Kampfjet. Auch das Leistungsgewicht ist überirdisch - beim 1,35 Tonnen schweren Huayra haben jeweils 1,93 Kilogramm ihre ganz persönliche Pferdestärke zur Verfügung.

Wie gemütlich geht es dagegen auf einem Morgan Threewheeler zu! Die Neuauflage einer alten Idee verspricht Freiluftvergnügen pur auf drei Rädern und ist so schrullig, wie nur die Briten ein Fahrzeug bauen können. Mit 115 PS ist es mit der Gemütlichkeit im 500 Kilo leichten Threewheeler bei Bedarf aber ganz schnell vorbei: 4,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h ist ein echter Sportwagenwert. Schon die originalen Threewheeler aus Vorkriegszeiten wurden gerne getunt und brachten bis zu 85 PS auf die Straße.

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Mit großem Vergnügen
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Aber Leistung ist ja nicht alles. Kein Genfer Salon wäre komplett ohne die faszinierenden Kreationen von Franco Sbarro. Die Show Cars des freundlichen Italieners, der auf der Messe mit großem Vergnügen jedem interessierten Besucher seine Ideen vorführt, sind wie üblich weit entfernt von der Serienreife – aber immer etwas fürs Auge. Die Studie Evoluzione zum Beispiel sieht aus wie die Miniaturversion eines Lamborghini, Sbarro ist bei der Verwendung scharfkantiger Formen und Linien sogar noch mutiger.

Ganz klassische Formen gibt es dagegen bei AC Cars. Mit verchromten Sidepipes und einem Hardtop in Wagenfarbe kommt der AC MkVI daher, eine Neuauflage der berühmten AC Cobra. Unter der Haube des rund eine Tonne schweren Roadsters sitzt ein 6,2 Liter großer V8-Motor mit 437 PS. In der Version GTS leistet das Aggregat dank Kompressoraufladung sogar 647 PS - damit rennt der kleine Supersportler in 3,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h und pusht die Tachonadel knapp über die 300er Marke.

Einen weniger eleganten, aber dafür höchst imposanten Auftritt sichert man sich mit dem Fornasari Thor UDV. Das Kürzel steht für "Ultimate Development Vehicle". Das in Tagesleuchtfarbe gestrichene Monster-SUV ist ein echter Tausendsassa. Der Allradler soll als Erkundungsfahrzeug für paramilitärische Einheiten, als Rettungsfahrzeug samt Equipment für den Organtransport, als Feuerwehrauto mit Löschschaum, als rollender Minensucher oder als Expeditionsfahrzeug für Wüste, Arktis und Urwald dienen. Angetrieben wird das kantige Vehikel der italienischen Exoten-Schmiede Fornasari von einem V8-Motor mit 600 PS. Da braucht der Wagen in der Feuerwehrausführung kein Blaulicht mehr, um der Erste am Brandherd zu sein.

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Text:  Eine eMail an Sebastian Viehmann schicken Auf Artikel linken
Fotos: Viehmann
Ort: Genf

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