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Faszination  Faszination: Kühlerfiguren und Embleme

Grill-Kunst



Zeigt her eure Hauben: Eine Ausstellung präsentiert Kühlerfiguren und Embleme. Auch wenn die Zeit der Chrompracht vorbei ist, spielen die kleinen Kunstwerke noch heute eine wichtige Rolle.

 
 Kühlerfiguren
  
 Kühlerfiguren  - Foto: Wolff  Kühlerfiguren - Foto: Wolff  Kühlerfiguren - Foto: Wolff  Kühlerfiguren - Foto: Wolff  Kühlerfiguren - Foto: Viehmann  Kühlerfiguren - Foto: Viehmann

Die besten Ideen entstehen häufig dann, wenn man aus der Not eine Tugend macht. Früher war der Kühler eines Automobils noch nicht hinter aufwändigen Frontmasken verborgen, sondern prangte vorn am Wagen. Weil die runden Kühlerdeckel nicht gerade hübsch aussahen, ließen die ersten Automobilisten sie manchmal elegant verzieren. Irgendwann entdeckten auch die Karosseriebauer und Autohersteller, welche Möglichkeiten sich da auf der Kühlerspitze boten. Als erste Marke stattete Rolls-Royce seine Wagen serienmäßig mit einer aus Metall gegossenen Kühlerfigur aus.

Bis heute kann man sich keinen Rolls ohne die "Spirit of Ecstasy" vorstellen. Im Volksmund wird die geflügelte Dame auch einfach "Emily" genannt. Sie ist die wohl bekannteste Kühlerfigur aller Zeiten – doch es gibt eine Unzahl weiterer Figuren, Embleme und Logos, die quer durch die Epochen Automobilgeschichte geschrieben haben. Vom 16. September bis 31. März zeigt das Auto & Technik Museum Sinsheim in einer Sonderausstellung einen Querschnitt durchs automobile Schatzkästchen.

Die Sammlung stammt von Ruth Schumacher, Autorin des Buches "Kunstwerke in Chrom". Sie beleuchtet die einzelnen Embleme, die Biografie ihrer Gründer und die Symbolik der Zeichen. "Jedes Emblem, jede Kühlerfigur, jeder Hupknopf und jeder Schriftzug kann eine andere Geschichte erzählen", weiß Ruth Schumacher.

In den letzten Jahrzehnten allerdings mussten die Kühlerfiguren fast vollständig den Forderungen nach besserer Verkehrssicherheit – vor allem dem besseren Fußgängerschutz - und immer ausgefeilterer Aerodynamik weichen. Schon 1959 wurden starre Kühler- und Motorhaubenfiguren in Deutschland verboten. Viele Kühlerfiguren fielen auch dem Vandalismus zum Opfer. Angeblich war der Mercedesstern lange Zeit das am häufigsten benötigte Ersatzteil bei Daimler. Im Internet kursieren sogar Bauanleitungen für Alarmanlagen: Sobald der Stern umgeknickt wird, quäkt die Hupe des Autos.

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Mal flach, mal dreidimensional
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Auch wenn die Kühlerfiguren fast gänzlich verschwunden sind, bleiben Markenembleme ein unverzichtbarer Teil der automobilen Identität und damit des Marketings. Natürlich haben die meisten Hersteller ihre Logos im Lauf der Zeit stark verändert. Der Mercedes-Stern zum Beispiel hat zwei Väter: Das Warenzeichen der Daimler-Motoren-Gesellschaft und das Logo der Firma Benz & Cie. von 1909. Das Mercedes-Zeichen wurde mehrfach verändert, war mal flach und mal dreidimensional, doch das Grundgerüst des dreieckigen Stern im Kreis bleibt wohl für die Ewigkeit.

Das gleiche gilt für das blauweiße BMW-Logo. Den inneren Teil interpretieren manche Historiker als rotierenden Propellerflügel, andere sehen in ihm einfach die Übernahme des an die bayrischen Landesfarben angelehnten Markenzeichens der Rapp Motorenwerke. Diese gingen später in den Bayerischen Motorenwerken (BMW) auf.

Gerade bei den deutschen Premiummarken sollen Sterne, Ringe und Nieren nicht nur gut aussehen. Ein breite Niere oder der dicke Stern auf der Haube sind im kollektiven Autofahrerbewusstsein quasi als Schlüsselreiz verankert, der zum Räumen der linken Spur veranlasst. In den 70er Jahren setzte BMW sogar noch eins drauf und brachte am Frontspoiler des BMW 2002 turbo einen spiegelverkehrten "Turbo"-Schriftzug an. Man ließ die Angeberei aber schnell, denn in Zeiten der Ölkrise und autofreier Sonntage kam sie nicht gerade gut an.

Klicken Sie auf das Bild, um die Google-Map zu öffnen und das Auto- und Technikmuseum Sinsheim zu finden

Manchmal erzählen Markenlogos auch die Firmen- oder sogar die Landesgeschichte im Kleinformat. Vor 100 Jahren zum Beispiel wurde Italiens legendäre Automarke Alfa Romeo gegründet – als "Anonima Lombarda Fabbrica Automobili" (A.L.F.A). Das Wappen von Mailand und die Visconti-Schlange zierten das Firmenlogo, zunächst noch gekrönt vom Schriftzug "Alfa Milano". Am Rand fanden sich zwei kunstvoll geschwungene Knoten, ein Symbol des Haus Savoyen, aus deren Dynastie die Könige Italiens kamen. Im Dezember 1915 übernahm Nicola Romeo das Ruder des Unternehmens, ab 1919 prangte deshalb der Schriftzug "Alfa Romeo" auf dem Emblem. 1925 wurde ein Lorbeerkranz hinzugefügt, weil Alfa Romeo seinen ersten Weltmeisterschaftstitel errungen hatte. Die Savoy-Knoten dagegen fielen 1946 weg, als Italien zur Republik wurde.

Markenzeichen wie das Alfa-Logo oder der Mercedes-Stern sind so bekannt, dass ein anderes Zeichen für diese Unternehmen völlig unvorstellbar wäre. Junge Autobauer, die noch kein gefestigtes Image haben, spielen dagegen mit ihren Logos und ändern sie häufig. Das konnte man zuletzt bei der Renault-Tochter Dacia beobachten, und auch viele chinesische Hersteller haben bei ihren Markenzeichen noch keine klare Linie gefunden.

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Text:  Eine eMail an Sebastian Viehmann schicken Auf Artikel linken
Fotos: Viehmann

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