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Faszination  Faszination: Oldtimer auf der AMI

Anno dunnemals



Für die Automesse AMI haben Museen aus ganz Deutschland Raritäten nach Leipzig geschickt. Ein Streifzug durchs Kuriositätenkabinett der schicken Staubfänger in der Glashalle.

 
 AMI-Oldtimer
  
 AMI-Oldtimer  - Foto: Viehmann  AMI-Oldtimer - Foto: Viehmann  AMI-Oldtimer - Foto: Viehmann  AMI-Oldtimer - Foto: Viehmann  AMI-Oldtimer - Foto: Viehmann  AMI-Oldtimer - Foto: Viehmann

Es war nicht alles schlecht in der DDR – dieser Satz riecht nach spießiger Ostalgie, doch manchmal trifft er zu. Wer in der Automobilen Welt Eisenach (AWE) vorbeischaut, erfährt schnell: Die Ingenieure bei Wartburg und Co. hatten deutlich mehr auf der Pfanne, als die Planerfüllung zuließ. Zum Beispiel das Wartburg 355 Coupé von 1968, das erste deutsche Auto mit Fließheck samt großer Hecktür. Sechs Prototypen entstanden, doch zur Serienfertigung kam es nie. Eines der dreitürigen Zweitakt-Coupés bildet den Auftakt einer Sonderausstellung, die auf der Leipziger Automesse zu sehen ist.

Aus dem August Horch-Museum in Zwickau ist der Wanderer W 25 K Roadster von 1936 angereist. Während heute Marketingsprüche kurz und griffig sein müssen, nahm man sich damals noch Zeit: „Ein Wanderer und kein anderer“ war das Motto der schillernden Marke, die zum Verbund der Auto Union gehörte. Der ursprüngliche Besitzer des Museumsstücks kam an den schmucken Roadster übrigens durch ein Tauschgeschäft. Er erhielt die zerlegten Einzelteile des Wanderer und trennte sich dafür von seinem Trabbi. Wenigstens musste er auf den Roadster nicht 15 Jahre warten.

Ebenfalls aus Zwickau stammt das Horch 951 A Sedan-Kabriolett, das Flaggschiff der Marke Horch im Jahr 1940. Die 5,6 Meter lange Nobelkarosse wurde von einem Achtzylinder-Reihenmotor befeuert und erreichte damit immerhin 135 Km/h. Wie sich das damals gehörte, waren Chauffeur und Passagiere durch eine Trennwand voneinander separiert. Die Fahrgäste konnten sich dann in aller Ruhe an der eingebauten Minibar gütlich tun, ohne dass der Fahrer neidisch wurde. Ab 1935 gab es für den großen Horch sogar ein Radio.

Deutlich puristischer war man im Boattail-Roadster von NSU aus dem Jahr 1925 unterwegs, der mit seinem spitz zulaufenden Holz-Heck dem Rumpf eines eleganten Motorbootes nachempfunden war. Der 30 PS starke Freiluft-Flitzer passte perfekt in die lebenslustigen 20er Jahre. Noch spartanischer gibt sich der Morgan Threewheeler Super Sport mit seinen drei Rädern, dem winzigen Cockpit und dem modifizierten V2-Motorradmotor mit 1000 Kubik und 40 Pferdestärken. Das vom Auto und Technik Museum Sinsheim entliehene Gefährt hat wegen des Dreirad-Gestells eine ziemlich heikle Straßenlage - was in den 30er Jahren freilich Bastler nicht daran hinderte, die Threewheeler durch mutiges Tuning auf bis zu 85 PS zu bringen.

Das ist freilich nichts, was den American La France von 1917 ernsthaft erschüttern könnte. Das Ungetüm mit 14,5 Litern Hubraum, 140 PS und nicht weniger als 1700 Newtonmetern Drehmoment ist normalerweise im Museum Autovision bei Hockenheim zu bewundern. Das kettengetriebene Automobil basierte auf einem Mercedes-Modell von 1902 und war als "Raceabout" sozusagen ein ganz früher Vorläufer der Muscle Cars.

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Piccolo mit 6 PS
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Ein echtes Brot-und-Butter-Auto war dagegen der Framo VH 200 "Piccolo" von 1935, den das Verkehrsmuseum Dresden nach Leipzig geschickt hat. Der Einzylinder-Zweitaktmotor mit Luftkühlung und 6 PS machte den kleinen Zweitürer immerhin 57 km/h schnell. Der Fahrer hatte die Qual der Wahl zwischen zwei Vorwärtsgängen, einen Rückwärtsgang gab es allerdings nicht. Zur Not konnte man den kleinen Framo – aus dieser Firma entstanden übrigens 1957 die Barkas-Werke der DDR – wahrscheinlich mit vier Mann und etwas Muskelschmalz einfach anheben und umdrehen.

Das dürfte mit dem Maybach SW 38 nicht ganz einfach sein. Der Wagen von 1938 hat eine gruselige Geschichte: Er war im zweiten Weltkrieg erst im Besitz der SS und wurde dann von der Roten Armee konfisziert. Schließlich gelangte er ins Baltikum und wurde dort von einem Sammler liebevoll gepflegt. Heute steht er im Maybach-Museum in Neumarkt in der Oberpfalz. Nicht schwer und protzig, sondern klein, leicht und schnell ist der "Fetzenflieger" des österreichischen Konstrukteurs und Rennfahrers Otto Mathé. Weil Mathé nach einem schweren Unfall seinen rechten Arm nicht mehr bewegen konnte, konstruierte er den Fetzenflieger so, dass man ihn einhändig fahren konnte. Der 1952 gebaute Flitzer hatte 130 PS, die er dem Motor eines Porsche Spyder verdankte.

Extravagante Automobile gab es freilich auch in späterer Zeit. An einen Aston Martin DBS erinnert das Iso Grifo 7 Litri Coupé von 1969. Die 420 PS starke Rarität aus Italien benötigt eine ausladende Motorhauben-Hutze, damit das sieben Liter große V8-Triebwerk überhaupt hineinpasst. Die Motoren waren allerdings nicht vollgasfest. Für James Bond wäre der Wagen damit nicht in Frage gekommen, auch wenn das Aston Martin-ähnliche Design durchaus zu ihm gepasst hätte. Der Geheimagent sattelte in den 90er Jahren ohnehin kurzfristig auf BMW um. Das Münchner BMW-Museum zeigt neben einem 3.0 CSL von 1975 den Roadster Z8 von 1999, den Pierce Brosnan alias 007 im Film "Die Welt ist nicht genug" pilotierte. 400 PS beschleunigten das Bond-Mobil in 4,7 Sekunden von 0 auf 100 – da war der Martini in der Hand ganz bestimmt ordentlich geschüttelt und nicht gerührt.

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Fotos: Viehmann
Ort: Leipzig

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