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Faszination  Faszination: Cayenne Transsyberia

Edle Sandkastenspiele



SUV-Fahrer können die Fähigkeiten ihrer Autos selten erproben. Mit einem Sondermodell tritt Porsche nun bei der schwierigen Transsyberia Rallye an und schickt gleich 26 Kundenteams ins Rennen.

 
 Transsyberia
  
 Transsyberia  - Foto: Hersteller  Transsyberia - Foto: Wolff  Transsyberia - Foto: Wolff  Transsyberia - Foto: Hersteller  Transsyberia - Foto: Hersteller  Transsyberia - Foto: Hersteller

Mehr als erhöhte Bordsteine oder Schotterstraßen zum Golfplatz muten die wenigsten SUV-Fahrer ihren Lieblingen zu. Dabei sind Edel-Offroader wie der Porsche Cayenne mit ihrem intelligenten Allradantrieb, Getriebeuntersetzung und Differenzialsperren durchaus geländetauglich. Nun will Porsche den Cayenne einer echten Härteprüfung unterziehen und hat dafür das Sondermodell Cayenne S Transsyberia auf die grobstolligen Räder gestellt. Seinen ersten Einsatz hat der schicke Klettermaxe vom 2. bis zum 17. August bei der Transsyberia Rallye, die von Moskau quer durch Sibirien bis nach Ulaanbaatar in der Mongolei führt.

Im vergangenen Jahr haben zwei Privatteams erstmals mit dem Porsche Cayenne S an der Rallye teilgenommen und die ersten beiden Plätze belegt. So wurde Porsche auf die Veranstaltung aufmerksam und beteiligt sich nun aktiv an der Hatz durch Russlands wildesten Osten. Gleich 26 Teams sollen mit Transsyberia-Cayennes an den Start gehen.

Knapp 6600 Kilometer geht es auf 14 Etappen über öffentliche Straßen, ausgefahrene Schotterpisten und knifflige Offroad-Passagen. Selbst Flussdurchquerungen und Sonderprüfungen in der Wüste Gobi stehen auf dem Programm. Während auf den langen Verbindungsetappen die Navigation im Vordergrund steht, zählt bei den Sonderprüfungen auf abgesperrten Pisten vor allem das Können des Fahrers und des Fahrzeugs. Die Cayenne S Transsyberia mit 4,8-Liter-V8-Motor starten in der Klasse 1C für benzingetriebene PKW mit mehr als vier Litern Hubraum.

Damit die Gelände-Porsche die Marter möglichst unbeschadet überstehen, haben die Ingenieure einige Änderungen am Serienmodell vorgenommen. Der Transsyberia-Porsche verfügt unter anderem über Offroad-Reifen, einen Sicherheitskäfig, eine kürzere Achsübersetzung, eine Quersperre, eine verstärkte Unterbodenverkleidung sowie verstärkte Querlenker an der Vorderachse. Im Laderaum sind zwei 20 Liter große Reservekanister, ein Hydraulik-Wagenheber, zwei Feuerlöscher, Sandbleche, Reserveräder und zwei Transportboxen für Werkzeug montiert. Auch Zelte und Iso-Matten dürfen nicht fehlen. Die Motorleistung des Achtzylinders bleibt allerdings mit 385 PS unverändert.

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Soundcheck
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Außer der Kriegsbemalung in Schwarz und Orange sind die äußerlichen Offroad-Attribute eher dezent untergebracht. Eine Batterie geschmackvoll geformter Zusatzscheinwerfer auf dem Dach spendet Licht in dunklen sibirischen Nächten. Am Grill wartet eine Seilwinde auf ihren Einsatz, die allerdings zunächst im Kofferraum auf die Reise geht und nur bei Bedarf montiert wird. Der Schnorchel, durch den der Motor bei tiefen Wasserdurchfahrten Luft bekommt, schmiegt sich so geschickt an die A-Säule, dass man ihn erst auf den zweiten Blick wahrnimmt. Sogar an den Sound hat Porsche gedacht: Eine gewichtsreduzierte Sportabgasanlage erzeugt beim Cayenne S Transsyberia ein besonders markantes Klangbild.

Mit all diesen Maßnahmen ist der Cayenne zweifellos für "eins der letzten Abenteuer auf vier Rädern" gerüstet, wie Porsche die Transsyberia Rallye nennt. Man könnte mit dem schicken Rallye-Cayenne aber immer noch in der Rush Hour durch die Münchner Innenstadt fahren (ebenfalls ein Abenteuer auf vier Rädern).

An eine Serienfertigung denken die Zuffenhausener momentan nicht. Der Transsyberia wird vorerst nur für den Rallye-Einsatz in einer Auflage von 26 Stück produziert.

An der Rallye kann übrigens jeder teilnehmen, der einen internationalen Führerschein besitzt und Offroad-Erfahrung hat. So ist es zumindest auf der Internetseite des Veranstalters zu lesen. Das Fahrzeug samt der nötigen Zusatzausrüstung muss man freilich mitbringen, dazu kommen noch 1700 Euro Teilnahmegebühr. Maximal werden übrigens 50 Teams an der Rallye teilnehmen – jedes zweite Fahrzeug wird also ein Cayenne sein. Da dürften die Chancen auf einen Sieg nicht schlecht stehen.

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Text:  Eine eMail an Sebastian Viehmann schicken Auf Artikel linken
Fotos: Hersteller

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