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Faszination  Faszination: Mazda CX-7

Der Offroad-MX5



Mazda hat sich in den vergangenen Jahren eine Verjüngungskur verordnet. Aus der ehemaligen One-Car-Show MX-5 wurde ein ambitioniertes Portfolio. 2007 kommt mit dem CX-7 ein ungewöhnlicher dynamischer SUV. Wir sind ihn in den USA schon mal gefahren.

 
 Mazda CX-7
  
 Mazda CX-7  - Foto: Grundhoff  Mazda CX-7 - Foto: Grundhoff  Mazda CX-7 - Foto: Grundhoff  Mazda CX-7 - Foto: Hersteller  Mazda CX-7 - Foto: Grundhoff  Mazda CX-7 - Foto: Grundhoff

Dass Mazda sportliche Autos bauen kann, haben die Japaner in den vergangenen Jahren bewiesen. Neben dem Kultroadster MX-5 wurde aus dem altbackenen 626 ein sehenswerter Mazda6 und aus dem langweiligen 323 eine Rennsemmel wie der Mazda3 MPS. Allein der müde Mazda Tribute mag nicht so recht in das moderne Portfolio passen. Nun geht es weiter: In den USA wurde jüngst der neue Mazda CX-7 vorgestellt - eine reale Umsetzung der sehenswerten Designstudie Mazda MX-Crossport. Im Sommer 2007 kommt der CX-7 dann endlich auch nach Europa. So dynamisch zeigt sich kaum ein anderer Gelände-Crossover.

In der SUV-Mittelklasse wird in den nächsten beiden Jahren die Post abgehen. Nachdem sich die deutschen Hersteller zunächst auf größere Modelle wie Touareg, Q7 oder GL kapriziert haben, steht nun die kleine Allrad-Generation vor der Tür. Neulinge wie der Audi Q5, der VW Tiguan oder der Mercedes GLK sollen die Vorherrschaft der Asiaten brechen.

Doch besonders der neue Mazda CX-7 könnte den deutschen Premium-Marken Stress bereiten. Bereits das Design unterstreicht den Anspruch des in Hiroshima produzierten Mazda CX-7: Die kraftvolle Front mit bulliger Schürze und herausgearbeiteten Kotflügeln verspricht dem Betrachter einiges. Die Seitenlinie wird von der sich verjüngenden Fensterlinie sowie ausgestellten Radkästen dominiert und die vor der B-Säule abfallende Dachlinie tut ihr übriges, dass man dem Mazda seine Leistungsbereitschaft abnimmt.

Da die Alternativen fehlen, macht Mazda aus der Not eine Tugend und setzt statt Dieselvolumina auf Power pur. Denn unter der Motorhaube wird es zunächst keine Wahl geben. Der aus Mazda6 MPS und Mazda3 MPS bekannte Vierzylinder mit Turboaufladung leistet in der USA-Version 180 kW/245 PS und 370 Nm Drehmoment. Auf dem deutschen Markt werden es ein paar Pferde mehr sein, doch die Fahrleistungen dürften auf gleichem Niveau liegen.

Der Vierzylinder ist ein wahres Hightech-Triebwerk und holt seine Kraft nicht nur aus 2,3 Litern Hubraum, sondern auch aus einer effizienten Benzindirekteinspritzung. Der 1,6 Tonnen schwere Allradler hängt willig am Gas und beschleunigt ohne spürbares Turboloch nach oben. Den Spurt von 0 auf 100 km/h schafft er in rund 8,5 Sekunden und die Höchstgeschwindigkeit liegt bei rund 220 km/h. Das einzige was fehlt, ist ein sonorer Klang. Sonst könnte man glatt denken, in einem BMW X3 zu sitzen.

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Rücklichter
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Der dynamische Bayer ist der große Gegner des CX-7. Leider fehlt dem asiatischen Konkurrenten die Neigung des X3 zum Heckantrieb. Stattdessen wird der Mazda im normalen Fahrbetrieb über die Vorderachse angetrieben. Verlieren die Räder an Haftung, wird die überschüssige Motorleistung an die Hinterachse übertragen. Damit fährt sich der CX-7 nicht ganz so dynamisch wie sein deutsches Vorbild, aber allemal flott genug, um den anderen Konkurrenten die Rücklichter zu zeigen.

Die Fahrwerksabstimmung ist für einen US-SUV ungewohnt straff – nach europäischen Maßstäben ausgewogen. Die Seitenneigung hält sich in schnell gefahrenen Kurvenpassagen ebenso angenehm im Rahmen wie die Nickbewegungen bei abrupten Bremsmanövern. Leider lassen die Scheibenbremsen bei Wiederholungsbremsungen etwas den Biss vermissen. Die Lenkung ist direkt und gibt eine gute Rückmeldung vom Fahrbahnbelag. Allein die spürbaren Antriebskräfte im Steuer trüben den guten Gesamteindruck.

Die USA-Version verfügt über eine Sechsgang-Automatik mit manueller Schaltebene. Doch die Abstufung ist derart angenehm, dass man kaum das Verlangen verspürt, in die automatisierten Prozesse einzugreifen. In Deutschland wird der CX-7 zunächst nur mit einem manuellen Sechsgang-Getriebe auf den Markt kommen, das den sportlichen Anspruch unterstreicht. Ebenso wie das frühestens 2008 folgende Dieselaggregat kommt auch die Automatikversion erst später zu uns. So lange muss man sich auch mit dem erhöhten Durst des Crossover arrangieren. Das US-Modell verbrauchte durchschnittlich rund 11 Litern Superbenzin auf 100 Kilometern.

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Augenhöhe
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Der Innenraum des CX-7 zeigt deutliche Anleihen bei anderen Mazda-Modellen. Verarbeitung und Haptik sind tadellos. Bleibt aber die Frage, ob es nicht etwas weniger Plastikcharme auch getan hätte. Abgesehen vom Lichtschalter am Lenkrad, dem bei eingeschaltetem Licht viel zu dunklen Navigationsbildschirm und der fehlenden Sitzhöhenverstellung auf der Beifahrerseite gibt es nicht viel zu bemängeln. Die Sitze sind bequem und bieten auch groß gewachsenen Personen sehr guten Langstreckenkomfort.

Auch in der zweiten Reihe findet man mehr als ausreichend Platz. Die Lehnen lassen sich verstellen – die Kopfstützen sind für Personen ab 1,70 Metern jedoch zu kurz. Die zahlreichen Ablagen nehmen Getränkedosen ebenso bereitwillig auf wie Kleinkram jeglicher Art. Wer noch mehr Platz will: In den USA gibt es auch noch einen Mazda CX-9 – ähnlich dynamisch, aber mit Platz für sieben Personen.

In den USA ist der CX-7 auf Augenhöhe mit dem sportlichen Topmodell Mazda6 MPS positioniert und kostet als nur frontgetriebene Basismodell nur 24.000 US-Dollar. Die Topversion mit Vollausstattung inklusiv Allradantrieb, Xenonlicht, DVD-Navigation, Rückfahrkamera und Keyless-Go kostet 32.000 US-Dollar – macht umgerechnet gerade mal 25.000 Euro. Dafür dürfte der gestählte Sport-SUV in Deutschland nicht zu ordern sein. Hierzulande ist analog zum Mazda6 MPS ein Preis von rund 33.000 Euro zu erwarten. Wer nicht warten will: Der Import dürfte sich lohnen.

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Fotos: Grundhoff

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