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Faszination  Faszination: Maybach 57 S

Götterdämmerung



Eine Skulptur, in tiefschwarzen Stein gehauen. Makellos, schön, imposant und unnahbar - so verzückt der Maybach 57S das Auge. Keine Luxuslimousine. Schon gar kein Auto – ein Kunstwerk auf 20-Zoll-Felgen.

 
 Maybach 57 S
  
 Maybach 57 S  - Foto: Hersteller  Maybach 57 S - Foto: Hersteller  Maybach 57 S - Foto: Hersteller  Maybach 57 S - Foto: Hersteller  Maybach 57 S - Foto: Hersteller  Maybach 57 S - Foto: Hersteller

Alle Modelle aus der Sindelfinger Manufaktur sind zu höherem berufen, gelten aus Auserwählte. Mindestens 30 Tage vergehen, ehe ein Maybach Die Stätte seiner Geburt verlässt und in die Hände der betuchten Kundschaft übergeben wird.

Bislang konnten die beiden Versionen Maybach 57 und 62 die in sie gesetzten Erwartungen nicht ganz erfüllen. Eine dritte Version soll die Palette nun beleben. Der 57 S ist wie gehabt ein begnadetes Kunstwerk - verzichtet jedoch auf die traditionelle Zweifarblackierung und das märchenhafte Sänftenimage. Das "S" steht nicht nur für Spezial, sondern auch für Sport. Das Chauffeurauto Maybach will nun auch die Selbstfahrer locken – vor allem in den USA.

Maybach und Selbstfahrer? Ist das kein Widerspruch in sich? Wenn man sich überhaupt einen Maybach vorstellen kann, dann sitzt der potente Kunde doch wohl hinten rechts, ein Notebook auf dem aufgeklappten Edelholztisch und seinen persönlichen Assistenten an einem der beiden Telefone. Vielleicht sieht er auch auf den großen Bildschirm an der Rückenlehne des Beifahrersitzes und informiert sich über die steigenden Börsenkurse. Ein geübter Fahrer in dezentem Schwarz sitzt hinter dem Lenkrad an einem Arbeitsplatz, der sehr an die alte Mercedes S-Klasse erinnert. Doch ein Auto der 400.000-Euro-Liga selbst bewegen? How shocking!

Nicht für die Yankees. Gerade auf dem nordamerikanischen Markt soll es ettliche jener grenzenlos reichen Autonarren geben, die selbst einen Maybach höchst eigenhändig chauffieren wollen. In ihren Garagen stehen durchschnittlich 6,7 Fahrzeuge, gerne das ein oder andere aus Stuttgart, ergänzt von Oldtimern und diversen Sportwagen.

Genau für diesen erlauchten Kreis gibt es nun dieses Spielzeug, das wie aus 1.001 Nacht auf die Erde herabgeschwebt zu sein scheint. Der 57 S ist der Über-Maybach. Mercedes-Edeltuner AMG hat sich am beileibe schon nicht schwachen Zwölfzylinder zu schaffen gemacht und ihm noch mal eine kräftige Leistungsspritze verpasst. Sechs Liter Hubraum, Doppelturbolader und 450 kW/612 PS lassen selbst Autoexperten zweimal hinhören. Das 2,7 Tonnen schwere Schlachtschiff wird bei 275 km/h abgeregelt? Und schafft den Spurt von 0 auf 100 km/h unter fünf Sekunden? Bei einem Sportwagen wie Porsche Turbo, Aston Martin oder Ferrari würde man kurz und genüsslich die Augenbraue heben. Doch für eine Luxuslimousine mit mehr als 5,70 m Länge scheinen solche Werte wenig real.

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Physik happens
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Bei der ersten Ausfahrt er-fährt man diese brachiale Leistung als sehr wohl höchst Real. Abgeregelt wird der Bi-Turbo nicht nur bei Tempo 275, sondern auch bei 1.000 Nm Drehmoment. Wer weiß, was sonst noch möglich gewesen wäre? Die gewaltigen Massen des Maybach 57S spürt man beim ersten Beschleunigen oder dem sanften Stopp an der Ampelkreuzung nicht.

Doch irgendwann kommt unweigerlich die erste richtige Kurve.

Fahrwerksingenieure, Reifentechniker und Getriebespezialisten haben zweifellos einen phantastischen Job gemacht. Doch 2,7 Tonnen müssen erst einmal in der Spur gehalten werden. Auch für einen fliegenden Teppich wie den Maybach gelten die (meisten) physikalischen Gesetze. Unglaublich, wie leicht und lässig sich diese mobile Skulptur auf den 275er Spezialreifen aus dem Hause Michelin bewegen lässt. Aber in punkto Fahrdynamik liegen Welten zwischen einem 57 S und so billigen - aber agilen - Luxus-Linern wie BMW 760iL oder S-Klasse.

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Edel und weich
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Besonders die schwammmige Lenkung des 57 S gibt nicht nur erfahrenen Kurvenräubern Anlass zu nachdrücklicher Klage. Kein Wunder - basiert sie doch auf dem Kurbelwerk der alten W-140er-Baureihe von Mercedes. Und die kam bekanntlich als Vorgänger der aktuellen S-Klasse Anfang der 90er Jahre auf den Markt.

Agilität und Fahrdynamik halten sich beim S-Maybach somit im Rahmen. Bei schneller Kurvenfahrt vollbringen die Regelsysteme in Sekundenbruchteilen serienmäßig Höchstleistungen, um das Geschoss auf der Straße zu halten. Der Power-57er ist vor allem eines: beängstigend schnell. Und fast zu schade, um ihn auf verschmutzten Straße einzudrecken.

Armaturenbrett und Innenraum sind nicht derart innovativ und schmuck wie die Intarsien der neuen S-Klasse. Aber alles scheint erfolgreich nach Perfektion zu streben. Edelste Hölzer, weichstes Leder und satte Teppiche sind die Komponenten für diesen automobilen Traum. Jede Naht, jede Fuge ein optischer und haptischer Genuss - man muss diesen Maybach einfach einmal gespürt und erfühlt haben. Nur die neuen Carbon-Applikationen wirken unpassend künstlich. Dann doch lieber schwarzer Klavierlack.

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Reale Träume
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Fahrerauto hin oder her: Der schönste Platz im 57 S ist wie bei seinen zahmeren Brüdern nicht im Volant, sondern in der zweiten Reihe. Auch in der kurzen Version mit ihrem Radstand von 3,39 Metern kommt keinerlei Beklemmung auf. In das satte Leder gebettet zweifelt man keine Sekunde, dass dieser Luxusbolide einen Monat lang in aufwendigster Handarbeit gefertigt wird und gerät darob ins Träumen: Statt Schraubern und Ingenieuren fügen behandschuhte Virtuosen mit Liebe und Hingabe die Skulptur zusammen, in der man mit Tempo 240 gerade an der Welt vorbeifliegt. Bis zur nächsten Kurve.

Doch wie kann man einen Maybach 57 S überhaupt erleben? Wer alte Meister oder moderne Kunst bestaunen will, erkauft sich für ein paar Euro den Eintritt in ein Museum. Doch kaum ein Museum kann sich derzeit mit einem Maybach schmücken. Und wer hat schon das Glück diese Vollendung aktueller Automobilkunst auf der Straße zu sehen? Da muss man schon in der Gegend von Sindelfingen wohnen - oder in Beverly Hills. Und nur die wenigsten von uns können auf Nummer sicher gehen und sich eines der edlen Vehikel bestellen. Anfertigung nur nach Wunsch, gerne auch mit Familienwappen und Initialen im Leder – ab 362.000 Euro. Zuzüglich Mehrwertsteuer, versteht sich.

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Fotos: Hersteller

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