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BMW X3 xDrive20d  Fahrbericht: BMW X3 xDrive 20d

X-Faktor



Die Spur, in die der Nachfolger der ersten BMW X3-Generation rollt, ist riesig. Über 600.000 Fahrzeuge wurden weltweit verkauft. Der Erfolg dürfte sich fortsetzen: Der Neue kann alles noch besser.

 
BMW X3 xDrive20d
  
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Videos zum BMW und X3
BMW X3 (2010)
BMW X3 (2007)
[+] Ordentliche Fahrleistungen, geringer Verbrauch, niedriges Geräuschniveau, viel Platz im Fond
[-] Teurer Einstiegspreis, schlechte Grundausstattung, wenig Assistenzsysteme

Bei BMW am Münchner Petuelring kann man in diesem Herbst zufrieden sein. Die Fahrzeuge der größeren Baureihen laufen ausgezeichnet und die Werke kommen weltweit mit den Produktionen kaum nach. Bei den X-Modellen sieht es kaum anders aus. Dort wird aktuell die Zwei-Millionen-Grenze angepeilt. Einer der Hauptdarsteller dabei ist die zweite Auflage des BMW X3, die Ende November in den Handel kommt.

Mittlerweile ist der X3 in seinem Segment zwar nicht mehr alleine auf dem Markt wie bei seiner Erstauflage im Jahre 2003. Trotzdem dürfte er nach wie vor die Messlatte für die gängigen Mittelklasse-SUV legen. 614.000 Fahrzeuge der ersten Generation hinterlassen jedoch Erwartungen, die von dem Neuling erst einmal erfüllt werden müssen. "Und dabei geht es um mehr als Fahrdynamik", sagt X3-Projektleiter Markus Braunsberger.

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Denn in Sachen Fahrdynamik setzte die erste X3-Generation zwar bereits Maßstäbe. Im Bereich Komfort konnte sie jedoch vor allem an der Hinterachse nicht überzeugen. Wer einmal im alten X3-Fond Platz genommen hatte, der fühlte schnell, wie hart das werden konnte. Kein Vergleich dazu im Nachfolgemodell: Die Abstimmung von Federn und Dämpfern ist deutlich komfortabler und feinfühliger geworden.

Wer es straffer möchte, kann mit der - leider nur gegen Aufpreis erhältlichen - dynamischen Dämpferkontrolle auf Knopfdruck nach- oder entschärfen. Bei den drei Fahrmodi Normal, Sport und Sport Plus dürfte für jeden das richtige Programm dabei sein. Neben der Dämpfereinstellung macht sich ein Knopfdruck auf den Taster links neben dem Getriebe auch bei der Gasannahme und der neu entwickelten elektromechanischen Servolenkung bemerkbar. So sportlich und direkt wie der neue BMW fährt sich kein anderer Mittelklasse-SUV.

Endlich gibt es den Komfort, den Passagiere bei schlechter Fahrbahn oder auf langen Strecken von einem Geländecruiser erwarten. Ist der X3 des Modelljahres 2011 dynamisch unterwegs, machen sich nicht nur die bessere Dämpferabstimmung, sondern auch eine breitere Spur und der niedrigere Schwerpunkt angenehm bemerkbar.

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Start-Stopp in Serie
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Anders als beim kleinen Bruder BMW X1 ist der X3 dabei jedoch kein weich gespülter SUV. Der Allradantrieb ist elementarer Bestandteil der exzellenten Fahrdynamik. Die Motorleistung wird variabel zwischen den Achsen verteilt, damit der Pilot jederzeit Herr der Lage ist. Nicht nur das Herausbeschleunigen aus engen Kurven meistert der US-Bayer denn auch sehr engagiert.

Bereits die Basismotorisierung des BMW X3 xDrive 20d macht einen guten Eindruck. Die 136 KW/184 PS und 380 Nm maximales Drehmoment sorgen trotz des üppigen Leergewichts von über 1,7 Tonnen für einen ordentlichen Vortrieb – vorausgesetzt, man hat den Bereich unterhalb von 2.000 U/min hinter sich gelassen. Denn unter der magischen 2.000er-Marke geht beim Einstiegsdiesel nicht viel. Darüber hängt der aufgeladene Commonrail-Diesel dagegen munter am Gas und läuft trotz seiner vier Brennkammern sehr vibrationsarm und leise.

Den Spurt von 0 auf 100 km/h schafft er in beachtlichen 8,5 Sekunden und die Höchstgeschwindigkeit von 210 km/h kratzt ebenfalls bereits am Bereich eines kleinen Sechszylinder-Diesels, den es auch bei der zweiten X3-Generation nicht geben wird. Trotz der munteren Fahrleistungen soll sich der Allradler mit exzellenten 5,6 Litern Diesel auf 100 Kilometern zufrieden geben.

Wer nicht schalten möchte: Alle Motoren lassen sich mit einer achtstufigen Getriebeautomatik (2.300 Euro Aufpreis) kombinieren, die ebenso wie die Handschalter serienmäßig mit einem regenerativen Bremssystem, Schaltpunktanzeige und Start-Stopp-Automatik kombiniert ist.

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Wenig elektronische Helferlein
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Maßstäbe setzt der BMW X3 im Innenraum. Das Plus an Länge und Breite kommt in erster Linie den Passagieren der zweiten Reihe zugute. Vorne könnte es durchaus geräumiger sein und der Sitzkomfort im Fond hat nach wie vor Verbesserungspotenzial. Anzeigen und Bedienelemente kennt man aus 7er und 5er BMW.

Gewachsen ist auch der Laderaum. Die 550 Liter im Normalzustand lassen sich durch Umlegen der Rücksitze im Verhältnis 40:20:40 auf 1.600 Liter erweitern. Optional gibt es eine elektrische Heckklappe.

Überraschend dünn ist das Angebot des BMW X3 jedoch bei den Fahrerassistenzsystemen. Annehmlichkeiten wie Abstandstempomat, Spurhalte- oder Totwinkelassistent sucht man in der überlangen Aufpreisliste vergeblich. Immerhin sind mittlerweile Head-Up-Display, ein gutes Navigationssystem und eine Rückfahrkamera zu bekommen.

Produziert wird der Neue nicht mehr bei Magna in Graz, sondern im amerikanischen BMW-Werk Spartanburg, wo bereits die größeren Allradversionen X5 und X6 vom Band laufen. Marktstart für die Versionen X3 xDrive 20d (ab 39.100 Euro) und den 306 PS starken X3 xDrive 35i (ab 51.850 Euro) ist am 20. November.

Bis Mitte kommenden Jahres soll die X3-Modellpalette um einen Vierzylinder-Diesel mit zwei Litern Hubraum, doppelter Turboaufladung und knapp 210 PS, einen Sechszylinder-Diesel und einen Dreiliter-Benziner mit rund 250 PS erweitert werden. Ebenfalls ab nächstem Jahr soll auch die neue Generation von Vierzylinder-Benzinern mit Turboaufladung neue Kunden locken.

BMW X3 xDrive20d
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Fotos: Hersteller
Ort: Atlanta

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