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30 Jahre Renault Espace  Autoklassiker: Renault Espace

Eckiger Geburtstag



Der Renault Espace startet vor 30 Jahren eher holprig in die Autowelt. Doch hat sich die Hartnäckigkeit der Franzosen ausgezahlt. Bis heute sind mehr als 1,2 Millionen Exemplare verkauft worden.

 
 30 Jahre Espace
  
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Eine der bekanntesten Großraumlimousinen im One-box-Design feiert in diesem Jahr ihren 30. Geburtstag: der Renault Espace. Der bis Ende 2013 1.262.542 Mal verkaufte Franzose schaut dabei auf eine eher ruhige Vergangenheit zurück, die jedoch recht überraschend begann - sowohl in positiver als auch in negativer Hinsicht.

Die Idee zum Espace ist bereits vor 36 Jahren geboren worden. Und nicht, wie auf Grund seiner Herkunft zu vermuten wäre auf französischem Boden, sondern in den fernen USA. Wie vielen Besuchern war auch Philippe Guedon, dem damaligen technischen Leiter des Autoherstellers und Technologiekonzerns Matra aufgefallen, dass dort erstaunlich viele Vans herumfuhren. Und wenn viele herumfahren, müssen die sich ja auch gut verkaufen.

Zurück in der Heimat stand bereits ein Jahr später der erste fertige Matra Prototyp eines für Europa zugeschnittenen, kompakten Vans im Designstudio. Der gut vier Meter lange P16 war aber natürlich noch nicht ganz ausgereift. Nach einem völligen Fehlversuch, dem P17, schaffte es der P18 im Jahr 1982, die Tür zu einem ersten Anschauungstermin beim damaligen Renault-Chef Bernard Hanon aufzustoßen.

"Zu diesem Auto kommt man von selbst, wenn man alle automobilen Eitelkeiten beiseitelässt", war sein Kommentar zu dem ab sofort unter dem offiziellen Projektcode P23 für die Serienentwicklung freigegebenen Modell: "Er ist zwar extrem hässlich, aber mit geschlossenen Augen und einer ausreichenden Notwendigkeit an Platzangebot und Kofferraumvolumen, könnten sich auch Menschen für den Kasten interessieren."

30 Jahre Renault Espace, Autoklassiker
Im ersten Produktionsjahr des Espace rollten genau 5.923 Exemplare vom Band
30 Jahre Renault Espace, Autoklassiker

Damit die ersten Kunden beim Anblick des rollenden Schuhkartons nicht auf der Stelle wieder Adieu sagen, feilten die Designer Jacques Nocher und Gerard Ascensio noch ein wenig an dem zukünftigen Serienfahrzeug herum. Die ersten Testfahrten fanden im März 1983 statt. Besonders erwähnenswert an dem 4,25 Meter langen und 1,78 Meter breiten Franzosen sind die von Produktchef Jacques Cheinisse entworfenen herausnehmbaren Sitze.

Mit stolzer Brust und voller Erwartung feiertn die Renault-Mitarbeiter im März 1984 die Markteinführung des Espace, was ins Deutsche übersetzt "Raum" bedeutet. Die ersten neun Bestellungen gingen ein und am Ende des ersten Verkaufsmonats musste in nahezu jedem Renault-Mitarbeiter- und Renault-Händler-Gesicht ein einziges Wort abzulesen gewesen sein: merde. Denn bei den neun Bestellungen blieb es.

Trotz der Tatsache, dass bereits ein Jahr zuvor der Chrysler Voyager für den ersten familienfreundlichen und geräumigen Designschock sorgte, mussten sich die Franzosen erst einmal daran gewöhnen, dass so etwas jetzt auch aus ihrem Heimatland kam. Im ersten Produktionsjahr rollten 5.923 Exemplare vom Band. Der flache Boden, die fünf bis sieben getrennt montierbaren Sitze, die in Richtung Fahrgastraum schwenkbaren Vordersitze und die nach Flugzeugart in die Rückenlehne integrierten Klapptische überzeugten nach und nach.

30 Jahre Renault Espace, Autoklassiker
Die schnellste Raumlimousine der Welt wird von einem 810 PS starken Formel 1-Triebwerk angetrieben
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Die erste Modellüberarbeitung fand im Jahr 1988 statt. Mit dem Resultat, dass das eckige Design ein wenig entschärft, sprich abgerundet und das ganze Fahrzeug um zehn Zentimeter verlängert wurde. Zudem stand der Espace ab sofort auch als Allradversion Quadra zur Wahl. Den besonders in der Hauptstadt Paris noch heute zur Tagesordnung zählenden Parkrempler-Schäden beugte Renault durch den Anbau von Kunststoffpaneelen vor.

Drei Jahre und insgesamt 191.647 produzierte Einheiten später kam 1991 der Nachfolger. Die Fensterflächen wurden größer, die Vordersitze sind nun umklappbar und zum Schlafen geeignet und die Sicht nach vorn ist dank der um 40 Prozent schmaleren A-Säule verbessert worden. Zudem wirkt das Design noch runder und damit auch moderner.

Abseits der Serienproduktion machte ein Einzelstück-Espace auf sich aufmerksam: der Espace F1. Die schnellste Raumlimousine der Welt wird von einem 810 PS starken Formel 1-Triebwerk angetrieben. Bis Tempo 200 schießt der Franzose innerhalb von 6,3 Sekunden. Noch imposanter als die Beschleunigung ist allerdings der Lärm, der mit 160 Dezibel gemessen wird und damit lauter als ein Düsenjet ist.

Im Juli 1996 verließ das 500.000ste Espace-Exemplar das Werk in Romorantin. Von der zweiten Generation, die bis zum Jahr 1997 produziert wurde, entstanden insgesamt 317.225 Einheiten. Was in der dritten Generation folgte ist eine Aufsplittung in zwei Karosserievarianten - den Espace und den um 27 Zentimeter längeren Grand Espace. Letzterer wartet mit einem Gepäckraumvolumen von bis zu 3.050 Litern auf - immerhin 190 Liter mehr als bei der Basisversion. Noch größer, zumindest im Verhältnis, fällt der Unterschied des Ladevolumens auf, wenn fünf Sitze eingebaut bleiben. Denn dann sorgt der Grand Espace mit 456 Litern für 165 Liter mehr Stauraum. Bis Ende Juni 2002 wurden 357.120 der dritten Espace-Generation gefertigt.

30 Jahre Renault Espace, Autoklassiker
Ein Nachfolger wurde auf der IAA 2013 mit dem Prototypen Initiale Paris zumindest schon angedeutet
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Die vierte Generation rollte im Herbst 2002 auf den Automarkt. Ihr besonderes Merkmal liegt dieses Mal nicht im Design oder im Raumangebot, sondern in der Motorenpalette. Der Espace der vierten Generation war der erste Van, für den zwei V6-Motoren im Angebot waren, ein 177 PS starker und 3,0 Liter großer Turbodiesel und ein 241 PS starker Benziner mit 3,5 Litern Hubraum. Letzterer kam vom neuen Allianz-Partner Nissan, der wiederum damit seinen Sportwagen 350 Z befeuerte. Zudem wurde die vierte Generation nicht mehr bei Matra gefertigt, sondern im Renault-Werk Sandouville. Damit die Fertigungshallen von Matra nicht leer stehen, wurde dort dafür der Renault Avantime produziert. Im Frühjahr 2003 war aber auch damit Schluss.

Noch lange nicht Schluss ist mit der vierten und letzten Generation des Renault Espace. In den Jahren 2006, 2010 und 2012 wurden ihm noch Facelifts verpasst, die darüber hinwegsehen lassen sollen, dass ein Generationswechsel eigentlich schon längst hätte passieren müssen. Insgesamt 396.550 Exemplare der vierten Generation sind produziert worden - doch eine weitere wird es nicht geben.

Ein Nachfolger wurde auf der IAA 2013 mit dem Prototypen Initiale Paris zumindest schon angedeutet. Laut Renault-Design-Chef Laurens van den Acker "hat der Espace als klassische Großraumlimousine keine Zukunft. Deshalb haben wir uns aus der Welt der Geländewagen inspirieren lassen und aus dem Espace ein Crossover-Modell gemacht." Ob die Welt darauf wartet, steht auf einem anderen Blatt. Denn, und Philippe Guedon bringt es auf den Punkt: "Die Leute liebten den Espace nicht, weil er schön war. Sondern so simpel!"

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Fotos: Hersteller

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