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Autoklassiker  Autoklassiker: VW Käfer

Wie der Käfer der Käfer wurde



Die Amis sind an allem Schuld: Sie tauften das rundliche Knuddelauto mit dem sperrigen Namen Volkswagen kurzerhand in Käfer um. Und schließlich gab sich sogar VW ergeben diesem Schicksal.

 
 VW Käfer
  
 VW Käfer  - Foto: Hersteller  VW Käfer - Foto: Hersteller  VW Käfer - Foto: Archiv  VW Käfer - Foto: Archiv  VW Käfer - Foto: Archiv  VW Käfer - Foto: Archiv

Die altehrwürdige New York Times soll mal wieder an allem Schuld sein. Sie machte sich in der Wochenendausgabe vom 3. Juli 1938 Gedanken über das "Strength Through Joy"-Auto, das ab 1940 in Deutschland über die Straßen rollen sollte - zum Preis von $400. "Wir hier" sind die ersten, die mit dem Ford T das Auto vom dicken Bankkonto entkoppelt und zur Massenware gemacht haben, stellt das Blatt patriotisch pflichtschuldig fest. Aber jetzt folgen uns die Deutschen, "mit Tausenden und Abertausenden von glänzenden kleinen Käfern, die bald die Autobahnen bevölkern werden". Lauter kleine Bugs und Beetles.

Die Analogie liegt ja auch nahe: Schon in den ersten Konstruktionsplänen für Zündapp sieht der rundliche KdF'ler aus wie ein Krabbeltier.

Den nüchtern denkenden Wolfsburger Ingenieuren war so viel sprudelnde Phantasie lange nicht geheuer. Zwar blieb dem Käfer das Schicksal erspart, vor dem Krieg tatsächlich als "KdF-Wagen" in Serie zu gehen. Aber auch nach 1945 bestimmte eher die Notwendigkeit den die Kreativität den Namen. Bis zum Jahre 1950 war es einfach: Es konnte nur einen geben - und das war der Volkswagen. Dann kam der Transporter als zweite Modellreihe auf den Markt. Werksintern wurde der "Käfer" zum "Typ 1" getauft, der Transporter zum "Typ 2". Bis "Zwei" zählen - auch das geht noch gerade so.

Dabei passt das dröge Durchzählen so gar nicht zu dem Knuddelauto und den Emotionen, die es freisetzte. Ab Anfang der 1950er Jahre wurde es auch in die USA exportiert, die sich schnell zum zweitgrößten Käfer-Markt nach Deutschland entwickelten. Der VW war zwar klapprig, dafür aber auch preiswert, robust, sparsam, einfach zu reparieren - und schon bald ein Statement seines meist jugendlichen Besitzers. Wie der VW-Bus wurde er zur Ikone der Gegenkultur. Und die taufte ihn liebevoll "Bug" oder "Beetle" - Käfer eben.

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Der "tolle Käfer"
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Bei den Deutschen kam der Namen erst sehr spät an. Hierzulande hatte der Wolfsburger mit Subkultur nicht viel zu tun. Eher mit Wohlstand, Wirtschaftswunder und Gediegenheit. Erst als 1961 mit der Stufenheck-Limousine VW 1500 bei Volkswagen noch ein Modell von den Bändern rollte, war nicht mehr jeder Volkswagen "der" Volkswagen.

Und wieder waren es die Amerikaner, diesmal aus Hollywood, die den Wolfsburgern zu Hilfe kamen. Mit dem Kinofilm "Herbie, ein toller Käfer", setzten sie dem "Typ 1" ein Denkmal. Und nachdem der Name "Käfer" in der Folge auch in Deutschland immer mehr in Gebrauch kam, ergaben sich die Werber bei VW in ihr Schicksal und übernahmen den Namen endlich in ihre Kampagnen. Der "VW Käfer" war ganz offiziell getauft.

Und genau diesen - zum Teil legendär gewordenen - Werbekampagnen ist der Erfolg des Käfers mit zu verdanken. Dabei wurde auch mit der rundlichen Form der Karosserie gespielt - mit Phantasie und liebevoller Selbstironie.

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"Es hat Spaß gemacht". Genau.
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"Es gibt Formen, die man nicht verbessern kann". lautete ein Slogan. Oder es gab das ganzseitige Schwarzweiß-Foto eines Hühnereis, auf das mit grobem Strich die Rückansicht des VW Käfer gezeichnet war. Und natürlich die Werbeanzeige mit den nebeneinander gereihten Fotos eines in die Ferne verschwindenden Käfers mit dem Slogan "Er läuft und läuft und läuft ...". Die New Yorker Werbeagentur, die für diese Kampagnen verantwortlich war, begleitete den Käfer bis zum Schluss und verabschiedete sich 1985 vom letzten offiziell aus Mexiko nach Deutschland importierten Exemplar mit dem Slogan "Es hat Spaß gemacht".

Was viele Hersteller seit Jahren vergeblich versuchen, schaffte der Käfer fast von alleine: Er war eines der ersten Welt-Autos. Verkauft wurde er praktisch überall auf dem Globus, produziert in fast zwei Dutzend Ländern. Entsprechend lang ist auch die Liste der Namen, unter denen er in anderen Regionen der Welt läuft. Die Dänen etwa kennen ihn als "Bobble", die Italiener haben ihn "Maggiolino", "Maikäfer" getauft. Als "Coccinelle" fährt er in Frankreich, als "Buba" in den Ländern des ehemaligen Jugoslawien. Die Luxemburger rufen ihn nach einer deutschen Mini-Fernsehserie aus den 1970er Jahren "Dudu". Nicht zu vergessen "Pagong" (Phillipinen), "Cucarachita" (Honduras), "Pornikas" (Estland) oder "Kabuto-mushi" (Japan). Wenig schmeichelhaft klingt für deutsche Ohren der Name, den ihm die Israelis verpasst haben: "Hiposhit".

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