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Autoklassiker  Toyota-Youngtimer

Nippon Connection



Friedhelm Engel schwärmt für altes Japan-Blech. Der Experte für Celica, Supra und Co. hat sich auf Toyota-Klassiker spezialisiert. Liebhaber solcher Youngtimer brauchen detektivischen Spürsinn.

 
 Toyota-Youngtimer
  
 Toyota-Youngtimer  - Foto: Viehmann  Toyota-Youngtimer - Foto: Viehmann  Toyota-Youngtimer - Foto: Viehmann  Toyota-Youngtimer - Foto: Viehmann  Toyota-Youngtimer - Foto: Viehmann  Toyota-Youngtimer - Foto: Viehmann

45 PS stark, 6980 D-Mark teuer, knallrot lackiert und kinderleicht einzuparken. So präsentierte sich 1975 das erste Auto, dass der Toyota-Händler Friedhelm Engel aus Wunsiedel im Fichtelgebirge verkaufte. Eine ältere Dame erwarb den Toyota 1000 und blieb über all die Jahre stets mit Engel in Kontakt. "Wenn ich das Autofahren einmal an den Nagel hänge, bekommen Sie den Wagen zurück", versprach die alte Dame und hielt Wort: Heute steht der perfekt restaurierte Kleinwagen in Engels Sammlung.

Dort dominieren zwar Sportwagen wie Celica oder Supra. Doch das Vernunftauto Toyota 1000, das mit seinem Nachfolger Starlet oder dem Corolla den Siegeszug des Autobauers in Europa begleitete, ist sogar noch viel seltener. Aus der bunten Modellpalette, die Toyota und Co. seit den 60er Jahren anboten, haben nur ganz wenige Exemplare überlebt.

Friedhelm Engel muss daher detektivisches Gespür an den Tag legen, wenn er seine Sammlung um eine neue Rarität bereichern will. Besonders lange hat er nach einem originalen S 800 gesucht. Das winzige und nur 590 Kilo schwere Coupé mit dem schwarzen Targa-Dach wird von einem Zweizylinder-Boxermotor angetrieben, hat 0,8 Liter Hubraum und 45 PS.

Die meisten Exemplare des von 1965 bis 1969 gebauten Toyota-Coupés verblieben in Japan – in den USA gab es zu dieser Zeit wahrscheinlich Scheibenwischermotoren mit mehr Leistung. Engel forschte lange vergeblich nach einem S 800, bis er schließlich ein Exemplar in Südkorea aufstöberte.

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Kultauto Celica
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Obwohl die japanische Automobilindustrie in den 60er und 70er Jahren faszinierende Coupés, stattliche Limousinen und knuddelige Kleinwagen produzierte, sind die meisten dieser Autos heute vergessen und verschwunden. Neben den Z-Modellen von Nissan ist es vor allem die Toyota Celica, die den Schritt zum Kultauto geschafft hat. Der Wagen wurde 1970 vorgestellt und ging als japanische Variante des Mustang in die Automobilgeschichte ein – nicht ganz zu unrecht, denn bei der Fastback-Version des Wagens klauten die Japaner ungeniert Designelemente des amerikanischen Ponycars.

Friedhelm Engel besitzt mehr als 30 Celicas aus verschiedenen Modellgenerationen, von denen manche noch auf ihre Restaurierung warten.

Seine Nippon-Schätze hat Engel, der neben seinem Toyota-Autohaus auch einen alteingesessenen Restaurationsbetrieb für Klassiker diverser Automarken unterhält, in verschiedenen Hallen eingelagert. Insgesamt seien es "rund 60 bis 70 Fahrzeuge", sagt Engel – er hat längst aufgehört zu zählen.

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Japan ohne Oldtimerszene
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Der gelernte Kfz-Schlosser hat ein dichtes Netz aus Kontakten gewebt, um Raritäten aufzuspüren. Und manchmal gibt es ihn dann doch, den Traum jedes Oldie-Fans. "Ich habe schon Celicas als typischen Scheunenfund entdeckt", erzählt Engel. Meistens seien solche Autos nur noch als Teileträger zu gebrauchen. Doch gerade solche Autos sind hochwillkommen: "Die Ersatzteilversorgung ist komplett katastrophal", bringt es Engel auf den Punkt. "Wer eine Celica der ersten Serie im Zustand 1 oder 2 besitzt, hat mindestens 40.000 Euro hinein gesteckt".

Dass japanische Autobauer kaum etwas für die eigene Traditionspflege tun, hat verschiedene Gründe. "In Japan zählt nur der Fortschritt, niemand schaut zurück. Deshalb gibt es dort bislang quasi gar keine Oldtimer-Szene", sagt Engel. Wer auf Nippons Straßen unterwegs ist, sieht in der Tat kaum ältere Fahrzeuge, von Youngtimern ganz zu schweigen.

Die Unlust am alten Blech dürfte aber auch etwas mit der Kultur des Landes zu tun haben. Japaner sind extrem reinlich und fassen ungern Dinge an, die andere schon einmal in den Händen hatten. Daher bevorzugen sie Neuwagen. Wer einen Gebrauchtwagen verkauft, lässt ihn aufwändig aufbereiten und tauscht Teile wie Lenkrad oder Schalthebel kurzerhand aus. Manchmal werden sogar Shinto-Priester engagiert, die dem alten Blech die bösen Geister austreiben. Anderen Autofahrer-Nationen sind solche Berührungsängste fremd, und so gedeihen die wenigen überlebenden Nippon-Klassiker eher in den USA oder Europa.

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Warten auf den Sportwagen
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Friedhelm Engel ist davon überzeugt, dass heute ein moderner Sportwagen dem Langeweiler-Image der Marke Toyota auf die Sprünge helfen könnte. Selbst die Japaner scheinen einzusehen, dass man sich kaum auf dem Erfolg des Prius ausruhen kann. Während Honda seinen Hybrid-Sportler CR-Z bereits in diesem Jahr ausliefert, ist aber noch unklar, wann der Toyota FT-86 mit seinem Subaru-Boxermotor erscheint.

"Toyota hat ein Sportwagen-Vakuum. Wenn dieses Auto kommt, muss es aggressiv und kraftvoll sein und junge Menschen ansprechen. Und es darf nicht mehr als 40.000 Euro kosten", sagt Engel und ergänzt: "Man muss die japanischen Starrköpfe davon überzeugen, dass nur Emotionen die Marke nach vorn bringen".

In jedem Fall haben Toyota-Fans schon mal eine Idee für einen besseren Namen als die sperrige Bezeichnung FT-86: Celica – was sonst.

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Text:  Eine eMail an Sebastian Viehmann schicken Auf Artikel linken
Fotos: Viehmann

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